Palo Alto - Es geht zu wie bei einer Ebay-Auktion: Im Abstand von nur wenigen Stunden haben sich die beiden Computerhersteller Dell
und Hewlett-Packard (HP)
beim Speicherspezialisten 3Par erneut gegenseitig überboten. Aus ursprünglich 1,2 Milliarden Dollar sind mittlerweile 2 Milliarden Dollar geworden. Seit Freitagnachmittag hat HP die Nase wieder vorn. Das ist fast doppelt so viel wie 3Par ursprünglich kosten sollte.
HP biete nun 30 Dollar je Aktie, teilten die Kalifornier mit. Damit stachen sie Dells 27-Dollar-Angebot aus. Dell gehört allerdings bereits ein Drittel des Herstellers von Speichersystemen. HP hatte am Donnerstagnachmittag sein Angebot von 1,6 auf 1,8 Milliarden Dollar erhöht. Das führende Unternehmen der Branche bot den Aktionären damit zuerst 27 Dollar je Aktie. Dells vorheriges Angebot lag bei 24,30 Dollar.
Die beiden Branchenriesen wetteifern um das Unternehmen, weil Speichersysteme immer mehr an Bedeutung gewinnen. Zum einen steigen die Datenmengen stetig an, die Unternehmen oder Behörden verwalten müssen. Zum anderen setzt sich das sogenannte Cloud Computing durch - dabei lagern Programme zentral auf Großrechnern, der Datenwolke, und werden je nach Bedarf vom Computer am Arbeitsplatz oder von zu Hause oder von mobilen Endgeräten abgerufen.
HP hatte am Morgen bereits das im Cloud Computing aktive Unternehmen Stratavia geschluckt. Der Preis blieb geheim. Finanziell steht HP wesentlich besser da als Dell, zuletzt stiegen die Gewinne dank starker Verkäufe von Großrechnern.
otr/dpa-AFX/ddp
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