Washington - Die US-Fluggesellschaften United Airlines und Continental Airlines
dürfen sich zusammenschließen. Das US-Justizministerium teilte am Freitagabend mit, seine wettbewerbsrechtliche Untersuchung zu der Fusion eingestellt zu haben. Bedingung war, dass United und Continental ihre Start- und Landerechte am Flughafen Newark bei New York an den Konkurrenten Southwest Airlines abgeben. Dieser Vorgabe sind die beiden Unternehmen nachgekommen.
Nach der Entscheidung des Ministeriums teilten United und Continental mit, sich zum 1. Oktober zusammenschließen zu wollen. Die neue Fluggesellschaft kommt Schätzungen zufolge auf einen Marktwert von umgerechnet 5,2 Milliarden Euro. Sie soll den Namen United tragen und ihren Hauptsitz in Chicago haben. Mit einem weltweiten Marktanteil von rund sieben Prozent würde sie sich auf den ersten Platz vor der US-Fluglinie Delta Airlines schieben. Die Aktionäre müssen der Fusion allerdings noch zustimmen.
Ende Juli hatte bereits die EU-Kommission grünes Licht für den Zusammenschluss gegeben. United und Continental gehören beide dem globalen Netzwerk Star Alliance an, in dem sie unter anderem mit der Deutschen Lufthansa kooperieren.
Der Zusammenschluss der beiden Fluggesellschaften wird dadurch abgewickelt, dass United für 3,17 Milliarden Dollar Continental übernimmt. Die Luftfahrtbranche steht wegen hoher Treibstoffpreise und wegen der Finanzkrise seit Jahren unter hohem Konsolidierungsdruck.
Bereits 2008 hatte sich Konkurrent Delta Air Lines das kleinere Unternehmen Northwest Airlines einverleibt. Experten gehen davon aus, dass auch die frühere Nummer eins der Branche, American Airlines, auf der Suche nach einem Partner ist. Das Unternehmen rutscht mit der neuen Großfusion auf Rang drei ab.
wal/AFP/Reuters
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