München - Ausverkauf in die USA: Der Halbleiterkonzern Infineon
verkauft seine Handychipsparte an den US-Branchenriesen Intel
. Die Amerikaner zahlen für die Sparte Wireless 1,4 Milliarden Dollar in bar, wie das Dax-Unternehmen am Montag mitteilte. Bis Ende März soll die Übernahme vollständig abgewickelt sein.
Der Verkauf bedeutet eine Zäsur für Infineon: Der Münchner Hersteller verabschiedet sich damit endgültig aus dem Kommunikationsbereich. Im vergangenen Jahr hatte Infineon bereits das Geschäft mit Chiplösungen für Breitbandanwendungen an einen US-Investor verkauft, um an frisches Geld zu kommen.
Künftig wird sich das Unternehmen folglich nur auf Chips für Auto- und Industriekunden sowie für Sicherheitsanwendungen konzentrieren. So ist Infineon unter anderem daran interessiert, Chips für den neuen elektronischen Personalausweis zu liefern - bislang aber ohne Erfolg.
Infineon hatte die US-Großbank J.P. Morgan bereits vor Monaten damit beauftragt, Optionen für den Verkauf der Handysparte zu prüfen. Lange war aber unklar, ob die Deutschen diese Sparte komplett aufgeben wollen. Immerhin liefert sie einen bedeutenden Teil des Konzernumsatzes.
In den ersten neun Monaten des im September endenden Geschäftsjahres 2009/10 erzielte die Sparte mit dem Namen "Wireless Solutions" einen Erlöszuwachs von rund 35 Prozent auf 883 Millionen Euro. Zu den Kunden des Segments gehören Nokia, Sony Ericsson, Apple, aber auch Samsung.
yes/Reuters/ddp
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Und wichtig ist das Ergebnis: der Bauer ist in WLS endlich weg vom Bild. Einer der Mobilfunkchips lediglich als nicht weiter erwähnungswürdigen Unterteil der Automobilsteuerung versteht gehört wirklich nicht im Geschäft. Sein [...] mehr...
Witzig sind dann immer die Begründungen: Konzern A (Käufer): Aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Lage und der des Konzerns im Besonderen ... müssen wir uns breiter aufstellen um am Markt bestehen zu können ... blablabla [...] mehr...
Infineon kann anscheinend nur in traditionellen Märkten mithalten. Dabei hat sich der Konzern einen ansehnlichen Platz schon erarbeitet, meint aber wohl, sich langfristig gegen die Konkurrenz nicht durchsetzen zu können. Nachdem [...] mehr...
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