Washington - Hätten die Verantwortlichen bei Hewlett-Packard
doch das US-Recht besser gekannt! Danach darf ein Unternehmen vom Staat nicht mehr Geld verlangen als von seinen Kunden aus der Privatwirtschaft. Doch genau das soll der weltgrößte Computerhersteller getan haben.
Das Justizministerium sieht es als erwiesen an, dass HP staatlichen Stellen überhöhte Rechnungen ausgestellt hat - und es deshalb zu einer Strafe von 55 Millionen Dollar verdonnert.
Das Ministerium und der Konzern legten den Fall am Montag mit einem Vergleich bei. "Letztendlich steht das Geld des Steuerzahlers auf dem Spiel", begründete die Generalstaatsanwältin von Arkansas, Jane Duke, die Entscheidung. Tippgeber hatten den Fall in ihrem Bezirk vor sechs Jahren angestoßen.
Die Justiz wirft dem Konzern daneben vor, Computer-Dienstleister dazu animiert zu haben, HP-Produkte für Behörden zu beschaffen. Ein Teil des Kaufpreises floss dann an die Einkäufer zurück - sogenannte Kickback-Zahlungen.
Namhafte Konzerne wurden bereits wegen ähnlicher Vergehen bestraft
Das Justizministerium hatte in der Vergangenheit wegen ähnlicher Vergehen bereits namhaften IT-Konzernen wie IBM, den Datenspeicher-Spezialisten EMC und dem Beratungsunternehmen PWC Strafen auferlegt. Wegen überhöhter Preise läuft momentan gegen den Softwarekonzern Oracle ein Verfahren.
HP hatte seine Aktionäre bereits Anfang August vor einem anstehenden Bußgeld gewarnt, ohne allerdings Details zu nennen. Geschadet hat dem Konzern sein Vergehen aber offenbar nicht: Fast zeitgleich mit der Millionenbuße hat die US-Luftwaffe einen neuen Rahmenvertrag für die Lieferung von Computern und Zubehör abgeschlossen, Wert bis zu 800 Millionen Dollar.
yes/dpa-AFX
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Hie und da hacken sich die Krähen schon mal in die Fettaugen, ansonsten kickback 'n rush und alle sind happy . . .;-)) mehr...
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