Berlin - Der neue Chef des Privatbankenverbands steht fest, und er ist kein Unbekannter: Der frühere Vorstand der BayernLB, Michael Kemmer, wird am 1. Oktober den Posten übernehmen. Das teilte die Dachorganisation der privaten Geldinstitute am Dienstag in Berlin mit. Präsidium und Vorstand des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) hätten sich einstimmig auf ihn als Nachfolger des vorzeitig ausscheidenden Hauptgeschäftsführers Manfred Weber verständigt.
Kemmer hatte seinen Posten Ende 2009 wegen des Milliardendebakels um die frühere österreichische BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) räumen müssen. Für seinen neuen Arbeitgeber ist das kein Problem: "Er wird dazu beitragen, dass die Bankenbranche über alle Säulen hinweg öfter mit einer Stimme spricht", sagte Verbandspräsident Andreas Schmitz.
Der 53-jährige promovierte Betriebswirt Kemmer arbeitete nach seiner Zeit bei der genossenschaftlichen DG Bank in Frankfurt bei der HVB. Nach der Übernahme durch die italienische UniCredit wechselte er zur BayernLB. Dort war er ab März 2008 Vorstandschef.
Sein Vorgänger beim BdB Weber wurde mit verantwortlich für das schlechte Image der deutschen Großbanken in der Finanzkrise gemacht. Er wird im Dezember 60 Jahre alt, sein Vertrag wäre noch bis 2013 gelaufen.
kim/ddp/Reuters/dpa
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