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01.09.2010
 

Börsengang

Opel-Chef Reilly verspricht Ergebnis über Plan

Opel-Chef Reilly: Knüpft seine Karriere an die erfolgreiche Sanierung von OpelZur Großansicht
dpa

Opel-Chef Reilly: Knüpft seine Karriere an die erfolgreiche Sanierung von Opel

General Motors treibt seine Rückkehr an die Börse energisch voran. Doch auf dem Weg sind noch einige Probleme zu lösen - unter anderem die desolate Ertragslage bei den europäischen Töchtern. Opel-Chef Nick Reilly hat jetzt öffentlich Besserung gelobt. Er will ein Ergebnis über Plan abliefern.

Düsseldorf - Der angeschlagene Autohersteller Opel will schneller als geplant aus der Krise kommen. "Ich habe natürlich den Ehrgeiz, besser zu sein, als der Plan es vorsieht", sagte Opel-Chef Nick Reilly dem "Handelsblatt". Bisher sehe der Sanierungsplan für das kommende Jahr noch Verluste und ab 2012 wieder Gewinne vor. Doch Reilly will diese Erwartungen möglichst übertreffen.

Um das zu schaffen, wirft Reilly nun auch sein persönliches Schicksal in die Waagschale. "Natürlich muss man sich an seinen Worten messen lassen", sagte der 60-Jährige und stellt damit erstmals auch eine Verbindung zwischen erfolgreicher Sanierung und seiner persönlichen Karriere her. Für die Mitarbeiter werde es aber keine neuen negativen Überraschungen geben. "Es bleibt beim Stellenabbau von rund 8000 Mitarbeitern in Europa", betonte Reilly.

Der Druck aus Detroit ist offensichtlich groß. "Selbstverständlich erwartet der Mutterkonzern, dass wir Resultate vorlegen", betonte Reilly. "Wir müssen zeigen, dass die Grundlage unseres Geschäftsplans funktioniert - und das möglichst bald." Reilly drückt damit bei der Restrukturierung aufs Tempo und sendet so ein erstes wichtiges Signal in Richtung des neuen GM-Chefs Dan Akerson, der am 1. September sein Amt antritt.

General Motors strebt unter der Führung von Akerson wieder an die Börse. Schon im August reichte das Unternehmen seinen Antrag für ein Listing in New York und Toronto ein. Das Volumen steht noch nicht fest. Wenn es wie von Experten erwartet bei bis zu 16 Milliarden Dollar liegt, würde der GM-Börsengang aber einer der größten weltweit werden. Im gesättigten europäischen Markt setzten Opel und die britische Schwester Vauxhall im ersten Halbjahr mit rund 536.000 Fahrzeugen 4,5 Prozent weniger ab als 2009. Der Verlust summierte sich auf 637 Millionen Dollar. Auch im Gesamtjahr wird der Hersteller voraussichtlich noch rote Zahlen schreiben.

mik

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