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02.09.2010
 

Deutsche Bahn

Polizei ermittelt wegen Hitzechaos in ICE-Zügen

Angestellte der Deutschen Bahn: Acht Ermittlungsverfahren laufenZur Großansicht
AFP

Angestellte der Deutschen Bahn: Acht Ermittlungsverfahren laufen

Temperaturen weit über 30 Grad und defekte Klimaanlagen führten im Juli zu einem Hitzedrama bei der Deutschen Bahn. Jetzt wurde die Bundespolizei eingeschaltet - es geht um fahrlässige Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung und Freiheitsberaubung.

Potsdam - Die Rekordtemperaturen im Juli werden viele Bahn-Kunden so schnell nicht vergessen: Wegen Pannen an den ICE-Klimaanlagen fielen reihenweise Fernzüge aus, Hunderte Reisende beklagten Kreislaufprobleme. In den Waggons wurden teilweise Temperaturen von über 50 Grad gemessen. Jetzt wird sich auch die Staatsanwaltschaft mit dem Hitzechaos beschäftigen.

Bundesweit laufen bereits acht Ermittlungsverfahren. Das bestätigte ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums am Donnerstag. Die Ermittlungen richten sich noch gegen Unbekannt, vermutlich werden sie sich jedoch bald gegen Zugchefs richten, die in den jeweiligen ICE-Zügen das "Hausrecht" ausübten - und dafür verantwortlich waren, dass die Zugtüren trotz der hohen Temperaturen geschlossen blieben. Außer fahrlässiger Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung droht den Angestellten der Bahn dann auch ein Verfahren wegen Freiheitsberaubung.

Wegen der technischen Probleme mit den Klimaanlagen hatten sich bereits über 23.000 Passagiere bei der Bahn gemeldet und Schadensersatz gefordert. Die Bahn zahlte an sie bislang Entschädigungen im Wert von 2,7 Millionen Euro. Der bundeseigene Konzern will jedem Reisenden, der wegen der Hitze Gesundheitsprobleme bekommen hatte, 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Außerdem wurden Reisegutscheine ausgegeben.

kim/dpa/ddp

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insgesamt 5 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
03.09.2010 von trueQ: Zugführer trägt im konkreten Fall Mitverantwortung für die Weiterfahrt

Der Zugführer (nicht der Lokführer/Tfz!) hätte zumindest die Weiterfahrt des Zugs wegen der Überhitzung unterbinden müssen. Dazu ist er nicht nur berechtigt, dazu ist er auch verpflichtet. mehr...

02.09.2010 von avollmer: Eine Selbstverständlichkeit ...

Eine Selbstverständlichkeit dass ermittelt wird, keine dass es zu den Vorfällen kam. Jetzt muss nur noch der Gesetzgeber die Sonderregelungen für den Bahnbetrieb aus den Arbeitsplatz- und -schutzrichtlinien entfernen, dann [...] mehr...

02.09.2010 von ulla673: es ist schon toll

Es ist schon toll, was man sich bei der Bahn alles bieten lassen muss. Überteuerte Preise, Verspätungen, Ausgefallene Klimaanlagen und weiss der Geier was noch alles. Wie kann man nur eine Klimaanlage nur bis 32° ausrichten? [...] mehr...

02.09.2010 von stephubik: Seltsam

Ehrlich gesagt find ich das echt merkwürdig... als ich Sommer 2008 regelmässig die Strecke Bonn-Kassel fuhr, da waren die Klimaanlagen ebenfalls mindestens 2x total ausgefallen und es herrschten locker Temperaturen von über 40 [...] mehr...

02.09.2010 von myoto: Was soll der Mist?

War ja klar, trifft mal wieder die Unschuldigen. Natürlich sind das die Zugführer, aber die feinen Herren "da oben" sind wieder fein raus. Wieso wird nicht gegen die echten Schuldigen vorgegangen? Die die die [...] mehr...

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dpa
Mit einem Umsatz von rund 30 Milliarden Euro und knapp 240.000 Mitarbeitern ist die Deutsche Bahn einer der größten Konzerne des Landes. Jedes Jahr transportiert das Unternehmen fast zwei Milliarden Reisende im Fern- und Nahverkehr.

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