Frankfurt - Deutlicher konnte die Kritik an Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin nicht ausfallen: "Als Bürger finde ich die Aussagen abstoßend", sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet nach einer Sitzung in Frankfurt am Main. In der Personalfrage stellte er sich hinter die Bundesbankführung: "Als Präsident der EZB habe ich volles Vertrauen in die Bundesbank", sagte Trichet.
Die Bundesbank will nun bei Bundespräsident Christian Wulff die Abberufung von Sarrazin beantragen. Diesen Schritt habe der Vorstand am Donnerstag einstimmig beschlossen, teilte die Bundesbank in einer Erklärung mit.
Eigentlich sollte es bei dem Treffen der EZB nicht um deutsche Personaldebatten, sondern die europäische Wirtschaft gehen. Und die gibt durchaus Anlass zu Optimismus: Alle Indikatoren wiesen auf eine positive Entwicklung hin, sagte Trichet.
Nach Schätzung der Experten wachse die Wirtschaft im Euroraum in diesem Jahr um bis zu 1,8 Prozent. Das ist wesentlich mehr als noch vor einem halben Jahr - damals gingen die Ökonomen noch von einem Plus von 0,4 Prozent aus. Am Leitzins wurde dennoch nicht gerüttelt: Einstimmig beschloss die EZB, ihn weiterhin auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent zu belassen.
Auch für 2011 erwarten die Ökonomen der Zentralbank, dass sich der Aufschwung fortsetzt. Sie halten ein Wachstum von 2,3 Prozent für möglich. Anlass zur Hoffnung gibt vor allem das gute Abschneiden der Eurozone - und die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft.
Das belegen auch die neuesten Zahlen der Statistikbehörde Eurostat: Dank höherer Konsumausgaben und mehr Investitionen legte die Wirtschaft in den 16 Euroländern im Frühjahr so stark zu wie seit gut drei Jahren nicht mehr. Zwischen April und Juni kletterte das Bruttoinlandsprodukt um ein Prozent. Damit kommt die Euro-Zone schneller aus der Krise als die USA und Japan.
kim/Reuters/ddp/dpa
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.... Und was sagt der Bundestrainer dazu, und Franz Beckenbauer? Die Hype um die Entäußerungen Sarrazins ist absurd und lächerlich, sie verklebt zudem die notwendige Auseinandersetzung mit der Thematik. Und die Hype scheint [...] mehr...
Lieber Triched, lassen Sie die armen Hugenottennachfahren zufrieden. Ist Ihnen die Bartholomäusnacht noch immer nicht genug? Kennen Sie überhaupt das Buch? Also was soll das? mehr...
Trichet fällt auch sogleich wunschgemäß in den von der Politik dirigierten Chor ein. Dies spricht nicht für seine Intelligenz. Aber: Die Diskussion wird sich nicht mehr unter der Decke halten lassen und stärkere Stoßwellen [...] mehr...
Sie sehen: Dabei sein - ist alles! Nein. Er darf folgenlos seine unrecherchierte Meinung sagen - solange er auf Kurs ist: Probleme ignorieren, Missstände schönreden und den Überbringer der schlechten Nachricht [...] mehr...
schön, daß sich sogar dieser Klüngel-Trichet zu einer Meinung aufrafft. Was für eine Luftnummer! Als nächstes meldet sich der Papst, dann Elvis und schließlich der HERR! Da bin ich ganz sicher! mehr...
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