Berlin - Das Szenario einer Zerschlagung ist vom Tisch: Am Freitagmittag hat das Essener Amtsgericht den Karstadt-Insolvenzplan gebilligt. Damit sei die Übernahme der Warenhauskette durch den deutsch-amerikanischen Investor Nicolas Berggruen in letzter Instanz bestätigt, teilte das Gericht am Freitag mit. Damit kann Karstadt nun das Insolvenzverfahren abschließen und schuldenfrei weitergeführt werden.
Jetzt bestehe nur noch eine 14-tägige Beschwerdefrist, in der mögliche Verfahrensfehler beanstandet werden können, teilte das Gericht mit. Am 1. Oktober soll Berggruen die Schlüsselgewalt für Karstadt erhalten.
Nach der grundsätzlichen Einigung am Donnerstag hatten zuvor alle Anleger des Vermieterkonsortiums Highstreet dem neuen Vertrag zugestimmt. Die letzten Unterschriften wurden am Freitagmorgen getätigt.
"Karstadt steht", sagte Berggruen am Freitag in Berlin. Das Unternehmen werde "ein sehr aufregendes Leben haben". Er sei "irrsinnig glücklich", dabei zu sein.
Nun bekommt Karstadt mit Berggruen eine zweite Chance, denn der Investor will alle 120 Filialen erhalten. Für das Schwesterunternehmen, den Versandhändler Quelle, blieb vor fast einem Jahr nach gescheiterten Rettungsversuchen nur die Schließung. Beide Unternehmen hatten zum Arcandor-Konzern gehört.
Die Einigung mit Berggruen sei durch "enorme Zugeständnisse" der Vermieter möglich gemacht worden, teilte Highstreet mit. Man habe "mehr als jeder andere Gläubiger" dazu beigetragen, einen soliden Neustart von Karstadt zu ermöglichen. Die Rede ist von 400 Millionen Euro, die Highstreet Berggruen erlassen habe. Der Investor sei nun "in der Pflicht", Kapital und Ressourcen einzusetzen und zu beweisen, dass sein Plan für Karstadt gelingen könne. Highstreet hatte dies in der Vergangenheit stets bezweifelt. Das Konsortium war mit einem eigenen Angebot beim Karstadt-Gläubigerausschuss abgeblitzt.
cte/Reuters/dpa
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gerettet. tatsache ist das es zuviel kaufhaeuser gibt. und jetzt gibt es 3 moeglichkeiten, entweder, karstadt schliesst haeuser, kaufhof schliesst haeuser oder beide schliessen haeuser. dazu kommt das insbesondere [...] mehr...
UlieHagen, bisher lief ein Millionenpoker. Jede Äußerung war eine Menge Geld in die eine oder andere Richtung. Das muß nichts mit der späteren Arbeitsweise zu tun haben. Achten Sie darauf, ob Ihr oberster Chef auf eine [...] mehr...
So ging es mir auch, nur habe ich mich immer gefragt wie die 1€ Läden die fantastischen Mieten an Hightstreet bezahlen wollen ?? mehr...
Sicher ist es schön ,für die Karstadt Mitarbeiter (auch ich bin einer) ,das es weitergeht.Man wird abwarten was Herr Berggruen für Pläne mit Karstadt hat, er allein wird aber Karstadt bestimmt nicht retten können.Ein "Weiter [...] mehr...
Ich wünsche den Karstadt Mitarbeitern vor allem eine zeitgemäße Berufsauffassung. In meinen Augen sind die Karstadt Häuser bisher mit die größten Servicewüsten in deutschen Innenstädten. All die Vorurteile von Verkäufern, sie [...] mehr...
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