New York - Der geschasste Hewlett-Packard-Chef Mark Hurd übernimmt einen Spitzenjob beim Konkurrenten Oracle. Hurd werde einer der beiden Präsidenten des Konzerns, teilte der SAP-Rivale in der Nacht zum Dienstag mit.
Die Oracle-Präsidenten führen maßgeblich das Tagesgeschäft, aus dem sich 66-jährige Gründer und Konzernchef Larry Ellison weitgehend zurückgezogen hat. Hurd ersetzt auf der Position Charles Phillips, der das Unternehmen verlässt. Er wird auch in den Verwaltungsrat einziehen.
Oracle-Gründer Larry Ellison, der seit den siebziger Jahren an der Spitze des Konzerns steht, erklärte, Hurd habe "bei HP brillante Arbeit geleistet". Oracle
baue zudem vor allem auf die Erfahrung seines neuen Top-Managers bei der Zusammenführung von Software- und Hardware-Lösungen. Diesem Feld will Oracle künftig eine Schlüsselstellung einräumen. Hurd habe hier Erfahrung vor allem während seiner Tätigkeit beim Automaten-Spezialisten NCR gesammelt. Dort hatte er 25 Jahre lang gearbeitet, bevor er 2005 zu Hewlett-Packard
gewechselt war.
Hurds Berufung zu Oracle rund einen Monat nach seinem unrühmlichen Ausscheiden bei Hewlett-Packard kommt nicht überraschend. Schon am Wochenende hatte das "Wall Street Journal" über Gespräche mit dem Manager berichtet. Zudem hatte Ellison, der als guter Freund von Hurd gilt, den Rauswurf des Managers öffentlich kritisiert. "Das war die dümmste Personalentscheidung, seitdem die Idioten im Apple-Verwaltungsrat vor vielen Jahren Steve Jobs gefeuert haben", schrieb er in einer E-Mail an die "New York Times" Anfang August.
Der 53-jährige Hurd galt nach seinen Jahren bei Hewlett-Packard als einer der erfolgreichsten Top-Manager in der Technologiebranche, stolperte aber im Sommer über seine Beziehung zu einer ehemaligen PR-Mitarbeiterin. Die Frau warf Hurd sexuelle Belästigung vor. Die Vorwürfe bestätigten sich allerdings nicht, man einigte sich auf einen Vergleich. Der HP-Verwaltungsrat hielt Hurd allerdings vor, falsche Spesenabrechnungen nach privaten Essen mit der Frau eingereicht zu haben. Der Manager trat daraufhin zurück.
Oracle ist nicht nur die Nummer zwei bei Unternehmenssoftware nach SAP
, sondern stößt in immer weitere IT-Bereiche vor. Spätestens seit der Übernahme des Server-Spezialisten Sun Microsystems
sind Oracle und HP direkte Konkurrenten.
mik/dpa-AFX/AFP
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Egal, SmarterAlsDu, was SPON Ihnen für Ihr "E" zahlt, ich zahle auf jeden Fall mehr... Übrigens wird der Buchstabe "H" im Zusammenhang mit T(h)ilo Sarrazin derzeit ganz allgemein stark nachgefragt. Nur für [...] mehr...
Einen Herrn Allison kenne ich nicht, aber falls der Oracle-CEO gemeint sein sollte: habe hier ein "E", das ich günstig abgeben kann. mehr...
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