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07.09.2010
 

Plan der Regierung

Agentur soll deutschen Firmen Zugang zu Rohstoffen sichern

Gallium ist für die Herstellung von Handyplatinen notwendig Zur Großansicht
DPA

Gallium ist für die Herstellung von Handyplatinen notwendig

Rohstoffe werden knapper - für die deutsche Industrie ist das jetzt schon ein Problem. Die Bundesregierung will deshalb im Oktober eine Rohstoffagentur gründen. Sie soll vor allem die Versorgung mit Metallen für Hightech-Produkte sicherstellen.

Berlin - Der Exportweltmeister ist in der Bredouille, und zwar bei der Versorgung mit Rohstoffen. Um bei der weltweiten Jagd um die wertvollen Materialien nicht abgehängt zu werden, plant die Bundesregierung deshalb die Gründung einer "Deutschen Rohstoffagentur". Das kündigte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Dienstag im Auswärtigen Amt in Berlin an.

Vor allem mittelständische Unternehmen würden unter dem harten Kampf um den Zugang zu Rohstoffen leiden, sagte der Wirtschaftsminister. Auswärtiges Amt, Wirtschaftsministerium und Entwicklungshilfe-Ministerium würden deshalb eng zusammenarbeiten, um die Rohstoffversorgung für die deutsche Wirtschaft nachhaltig sicherzustellen. Am 4. Oktober soll sie offiziell gegründet werden.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover bereitet die Agentur derzeit intensiv vor. Sie soll jedoch nicht die Rohstoffe selbst kaufen, sondern als Plattform für Rohstoff-Fragen funktionieren: Unternehmen, die für ihre Produktion bestimmte Stoffe benötigen, können sich von Experten der Agentur beraten lassen.

Kernstück der Agentur soll ein Rohstoff-Informationssystem sein, das auf den umfangreichen Datenbanken der BGR zur Verfügbarkeit von Rohstoffen aufbaut. So soll die Agentur alle Industrierohstoffe im Blick haben, insbesondere auch so genannte Hochtechnologiemetalle wie Germanium und Indium. Diese Metalle kommen in Handys, Fernsehmonitoren oder optischen Lichtleitern zum Einsatz.

Deutschland ist zwar kein völlig rohstoffarmes Land und hat bei Steinen und Erden, Kali- und Steinsalz oder Braunkohle beachtliche Vorkommen. Bei den metallischen Rohstoffen ist es jedoch nahezu vollständig auf Erzimporte und recycelte Materialien angewiesen. Laut BGR lag der Wert der Rohstoffimporte Deutschlands 2009 bei rund 86 Milliarden Euro, davon entfielen knapp 16 Milliarden Euro auf Metalle.

kim/apd

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08.09.2010 von basic: Sprachlosigkeit am Forum-Stammtisch?

Es ist schon auffällig, Nach über achtzehn Stunden steht hier nur ein einziger Beitrag zu diesem Thema. Da fragt man sich: Ist das Thema ´mangelnde Rohstoffe´ wirklich so uninteressant oder glaubt man nicht daran, nach den [...] mehr...

07.09.2010 von sic tacuisses: Die Schlafmützigkeit der deutschen Industrie ist phänomenal.

Ruhet sanft und hört das Heulen über teure Rohstoffe auf. Solche Managmentkoriphäen wie sie hier in hochdotierten Posten dem Büroschlaf frönen sind einzigartig in der Welt. mehr...

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