Hamburg - Die Firma ist erst gut acht Jahre alt - doch Analysten schätzen ihren Wert bereits auf 75 bis 100 Milliarden Dollar. Nun steht laut "Wall Street Journal" der Börsengang des IT-Riesen bevor. Schon in der kommenden Woche, möglicherweise am Mittwoch, könnte Facebook den Antrag für einen Börsengang einreichen. Als Helfer für den Schritt an die Börse favorisiere das Unternehmen die US-Bank Morgen Stanley, hieß es weiter.
Eine offizielle Bestätigung für diese Angaben gibt es nicht. Weder Facebook noch Morgan Stanley kommentierten die Meldung. Auch gibt es noch keine Angaben darüber, wie viel Zeit zwischen dem Antrag und dem eigentlichen Börsengang vergehen würden.
Dennoch dürfte schon die Vorstellung, dass es bald soweit sein könnte, manch Anleger nervös machen. 800 Millionen Menschen nutzen mittlerweile Facebook, das soziale Netzwerk ist mit großem Abstand Marktführer. Beim Börsengang werden Einnahmen von zehn Milliarden Dollar angestrebt.
Das wäre einer der größten Börsengänge überhaupt. Laut "Wall Street Journal" gab es bislang nur 13 Firmen, die zu Anfang mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertet wurden. Dazu gehörten die Kreditkartenfirma Visa (19,7 Milliarden) und der Autohersteller General Motors (18,1 Milliarden). Der bislang größte Börsengang gelang der Industrial & Commercial Bank of China, die Aktien für 21,9 Milliarden verkaufte. Facebook-Konkurrent Google dagegen nahm bei seinem Börsengang rund 1,9 Milliarden Dollar ein.
In einer ersten Version des Textes hieß es im ersten Satz: "Die Firma ist erst gut acht Jahre alt - doch Analysten schätzen ihren Wert bereits auf 75 bis 100 Millionen Dollar." Wir bitten Sie, den Fehler zu entschuldigen.
ssu
Auf anderen Social Networks posten:
If you are not paying for it, you're not the customer; you're the product being sold. Also auf in die schöne neue Welt, in der gesammelte Kundendaten mehr wert sind, als geschaffene Werte. mehr...
Was heißt "muss"? In der Regel ist es ein Wollen, nämlich um Kapital für weitere Expansionen etc. einzusammeln. Dazu sind Börsen da. Bei einem Unternehmen dieser Größe wird die Finanzierung über ein paar Bankkreditchen [...] mehr...
Wie haben Sie den Nutzen gemessen, um zu diesem Ergebnis zu kommen? Anders gesagt: Das heißt also, die von Facebook vertriebenen Werbedienstleistungen werden von Unternehmen bezahlt, die diesen Dienstleistungen eigentlich [...] mehr...
Zusätzlich zu den übrigen Reaktionen, die Sie auf diesen Satz hin erhalten haben, möchte ich anmerken, dass keineswegs gesagt ist, dass demnächst 100 Milliarden Dollar in Facebook investiert werden. Was der Artikel besagt, ist [...] mehr...
viel ist das natürlich nicht - lol: - totalauswertung von nutzerdaten und deren weiterverkauf zu werbezwecken, u.a. auf fb-seite selbst - bezahlte dienstleistungen, wobei mir nicht klar ist, was das im einzelnen sein könnte - [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte | RSS |
| alles zum Thema Facebook | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH