Die Auslieferung des größten Passagierflugzeugs der
Welt, des
Airbus A380, musste wiederholt verschoben werden. Das erste Serienflugzeug wurde erst im vierten Quartal 2007 an den ersten Kunden - Singapore Airlines - geliefert, und damit fast ein Jahr später als zuletzt geplant. Ursprünglich sollte der erste A380 schon 2005 nach Singapur geliefert werden. Ursache der Verzögerungen waren Schwierigkeiten mit der komplizierten Verkabelung. Wegen der Produktionsprobleme rechnet der
Airbus- Mutterkonzern
EADS zwischen 2006 und 2010 mit Gewinneinbußen in Höhe von mehreren Milliarden Euro.
Die zweistrahlige Maschine
A350 soll dem erfolgreichen
787 "Dreamliner" des US-Erzrivalen
Boeing Paroli bieten. Doch hat Airbus das Konzept für den A350 in den vergangenen Jahren schon mehrfach geändert. Ursprünglich sollten nur die seit 1993 gebauten A330-Jets
modernisiert werden. Als das bei Kunden nicht ankam, präsentierte
Airbus Ende 2004 ein neues Konzept. Doch auch dieses gefiel vielen
Kunden nicht - die Kabine war ihnen zu schmal. Im Juli 2006
kündigte Airbus deshalb an, ein völlig neues Flugzeug namens A350
XWB zu entwickeln. Eigentlich soll es ab 2012 erhältlich sein -
doch EADS will nun prüfen, ob es noch genügend Ressourcen für die
Entwicklung gibt.
Der Militär-Airbus
A400M wurde vor allem den Bedürfnissen der Nato angepasst. Doch schon der frühere Airbus-Chef Christian Streiff räumte Probleme beim Zeitplan für den großräumigen Truppen- und Fahrzeugtransporter ein. Die Maschine sollte eigentlich 2008 ihren ersten Testflug absolvieren, erste Auslieferungen waren für Ende 2009 angepeilt. Die milliardenschwere Entwicklung des Militär-Airbus, der die Transall- und die Hercules-Flugzeuge ablösen soll, gilt als größtes Rüstungsprogramm in Europa.
Experten befürchten aber, dass es angesichts der Probleme beim
A380 und dem
A350 und wegen des Arbeitsaufwands beim A400M an Ingenieurkapazitäten mangeln könnte.