Frankfurt am Main - Die Gewerkschaft Ver.di hat sich mit der Lufthansa auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Beschäftigte am Boden, bei Lufthansa Systems, der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo erhalten 3,5 Prozent mehr Gehalt, rückwirkend zum 1. Januar, bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Das teilte Ver.di am Donnerstagabend mit.
Zusätzlich sei ein Urlaubsgeldzuschlag und für bestimmte Bereiche eine Beschäftigungssicherung vereinbart worden. Die Tarifkommission der Arbeitnehmervertreter habe bereits zugestimmt. Auch die Lufthansa bestätigte die Einigung, die für 33.000 Beschäftigte gilt.
Ausgeschert ist die Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Deren Tarifkommission habe das Lufthansa-Angebot abgelehnt, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Über das weitere Vorgehen sei noch nicht entschieden worden. Ufo vertritt nach eigenen Angaben rund 20.000 Lufthansa-Mitarbeiter.
Die Tarifrunde fiel in eine schwierige Zeit für die Lufthansa. Die Kranich-Linie bereitet derzeit ein neues Riesen-Sparprogramm vor. Damit solle die Zukunft des Unternehmens langfristig gesichert werden, hatte Konzernchef Christoph Franz erklärt. Details des Programms sind noch nicht bekannt. Es soll Anfang Februar den Managern der Linie präsentiert werden.
Die Mitarbeiter des deutschen Marktführers spüren den Druck bereits. So sollen auf Flügen nach Berlin ab Sommer Leiharbeiter als Stewards und Stewardessen eingesetzt werden - Gewerkschaften laufen dagegen Sturm. Und in Stuttgart übernimmt künftig die Lufthansa-Billigtochter Germanwings den Europaverkehr. Im Erfolgsfall könnte das Modell auf andere kleinere Lufthansa-Ziele ausgeweitet werden.
ssu/dpa-AFX/Reuters
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