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635 Tonnen: Zentralbanken holen ihr Gold zurück

Die Zentralbanken schichten um: Im vergangenen Jahr haben die Währungshüter 635 Tonnen Gold von der "Super-Zentralbank" in Basel entnommen. Ein Teil des Edelmetalls könnte nun im Privatsektor landen.

Goldbarren: Rund 30.000 Tonnen des Edelmetalls sollen die Zentralbanken besitzen Zur Großansicht
REUTERS

Goldbarren: Rund 30.000 Tonnen des Edelmetalls sollen die Zentralbanken besitzen

Basel - Es ist der größte Abzug seit über 10 Jahren: Die Zentralbanken haben 635 Tonnen Gold von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) entnommen. Das geht aus dem Jahresbericht der Baseler "Super-Zentralbank" hervor. Die BIZ hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit der Zentralbanken zu fördern, und verwaltet einen Teil ihrer Gold- und Währungsreserven.

Rund 30.000 Tonnen Gold sollen die Zentralbanken insgesamt besitzen. Wie jede andere Währung verleihen sie das Edelmetall, um Gewinn zu erzielen. Noch im vergangenen Jahr hatten sie ihre Goldreserven bei der BIZ kräftig aufgestockt. Zwar können beim Verleih an den privaten Sektor je nach Bonität der Bank höhere Zinsen erzielt werden. Offenbar erschienen solche Geschäfte vielen Zentralbanken damals wegen der wirtschaftlichen Lage aber als zu riskant.

Laut einem Bericht der "Financial Times" gehen die Meinungen über den Grund des Goldabzugs bei der BIZ auseinander: Manche Zentralbanken könnten aufgrund der geringen Zinsen ihr Gold einfach für sich behalten, und gar nicht mehr verleihen. Andere haben sich möglicherweise wieder dem privaten Sektor zugewandt, da die Bilanzen der Geschäftsbanken inzwischen besser aussehen.

kra

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1. mal wieder...
knecht3000 08.07.2011
ein klarer beleg dafür, dass es nun bergab geht mit den währungen...aber den euro retten? wozu? es ist nur eine währung und man kann das durchaus besser organisieren...ausserdem gibts viel dringendere probleme als geld. hier ein schöner artikel zum thema: http://le-bohemien.net/2011/06/18/den-euro-retten/#more-6823 die sache mit dem wahlrecht wurde übrigens bis heute nicht geklärt...
2. fds
kr-invest 08.07.2011
Zitat von knecht3000ein klarer beleg dafür, dass es nun bergab geht mit den währungen...aber den euro retten? wozu? es ist nur eine währung und man kann das durchaus besser organisieren...ausserdem gibts viel dringendere probleme als geld. hier ein schöner artikel zum thema: http://le-bohemien.net/2011/06/18/den-euro-retten/#more-6823 die sache mit dem wahlrecht wurde übrigens bis heute nicht geklärt...
Mal wieder ein selten-blöder Kommentar. Man könnte eine Währung besser organisieren, also schaffen wir sie ab. Man fragt sich wirklich, wer sich hier gelegentlich berufen fühlt sein Meinung zu äussern. Genau das ist der Grund, warum Demokratie-von-unten eigentlich keiner wirklich möchte. Weil dann genau die Leute entscheiden, die in den meisten Fällen keine Ahnung haben.
3. Mehr Infos
mcmercy, 08.07.2011
Viel interessanter wäre gewesen, wenn de Artikel mal beleuchtet hätte warum sich jemand überhaupt Gold leiht. Denn offenbar verlässt das Gold ja nie die Tresore der Bank, es wird nur zwischen den "Goldkonten" hin- und hergeschoben.
4. ♟
flachatmer 08.07.2011
Zitat von kr-investMal wieder ein selten-blöder Kommentar. Man könnte eine Währung besser organisieren, also schaffen wir sie ab. Man fragt sich wirklich, wer sich hier gelegentlich berufen fühlt sein Meinung zu äussern. Genau das ist der Grund, warum Demokratie-von-unten eigentlich keiner wirklich möchte. Weil dann genau die Leute entscheiden, die in den meisten Fällen keine Ahnung haben.
Ich vermute Sie natürlich in der entscheidungsfähigen Elite?
5. He he
virus-38 08.07.2011
Zitat von kr-investMal wieder ein selten-blöder Kommentar. Man könnte eine Währung besser organisieren, also schaffen wir sie ab. Man fragt sich wirklich, wer sich hier gelegentlich berufen fühlt sein Meinung zu äussern. Genau das ist der Grund, warum Demokratie-von-unten eigentlich keiner wirklich möchte. Weil dann genau die Leute entscheiden, die in den meisten Fällen keine Ahnung haben.
Die Leute, "die Ahnung haben", fahren das System gerade gegen die Wand. - Noch Fragen, Kienzle?
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Wie Notenbanken funktionieren
Woher nehmen Notenbanken das ganze Geld?
Für die Milliardensummen, die die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) im Verlauf der Finanzkrise den Banken zur Verfügung stellten, müssen die Notenbanken nicht die Notenpresse anwerfen und Geldscheine drucken. Die Beträge werden lediglich auf den Konten der Geschäftsbanken gutgeschrieben, die bei den Notenbanken geführt werden. Gegen Wertpapiere als Sicherheiten leiht die EZB oder Fed Geld aus. Nach einer bestimmten Frist zahlen die Banken die Summe inklusive Zins zurück.
Können sie pleitegehen?
Technisch nein. Die EZB hat im Euro-Raum das Monopol über das Zentralbankgeld und kann unabhängig darüber entscheiden, wann sie wie viel Geld in Umlauf bringt.
Warum buttern sie so viel Geld in die Märkte?
Generell leihen sich Geldinstitute auf dem Geldmarkt untereinander oder bei der EZB oder Fed Geld aus und zahlen dafür Zinsen - so wie ein Bankkunde bei einer Bank einen Kredit bekommt und diesen abträgt. Für die Geschäftsbanken ist es wichtig, dass sie über flüssiges Geld (Liquidität) verfügen, zum Beispiel für die Vergabe von Krediten an Unternehmen und Verbraucher. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten und eventueller noch unbekannter Risiken bei einzelnen Häusern sind die Banken jedoch misstrauischer geworden und nicht mehr im üblichen Maße bereit, sich gegenseitig Geld auszuleihen. In so einem Fall können die Notenbanken eine Finanzspritze geben, um einen Geldengpass (Kreditklemme) zu verhindern. Vorrangiges Ziel der Notenbanken sind stabile Preise. Die EZB ist laut EU-Vertrag aber auch für die Stabilität des Finanzsystems mitverantwortlich.


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