70 Prozent Plus Lufthansa macht Rekordgewinn

Die Pleite von Air Berlin im vergangenen Jahr lässt sich nicht mit der schwierigen Situation der Branche entschuldigen. Die gibt es nämlich nicht, wie die Zahlen der Lufthansa zeigen.

Boeing 747-400 der Lufthansa in Berlin Tegel
REUTERS

Boeing 747-400 der Lufthansa in Berlin Tegel


Die Lufthansa hat den höchsten Gewinn ihrer Geschichte eingeflogen. Das operative Ergebnis stieg 2017 um rund 70 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Für 2018 rechnet Vorstandschef Carsten Spohr aber mit einem leichten Rückgang.

Zum Gewinnanstieg trugen vor allem die Passagier-Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Eurowings, aber auch die Frachttochter Lufthansa Cargo bei. Der Umsatz des Konzerns legte um gut 12 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro zu.

Unter dem Strich stieg der Überschuss um ein Drittel auf 2,4 Milliarden Euro. Hier wirkte sich die Einigung mit den Piloten bei den Betriebsrenten positiv aus. Die Aktionäre können sich auf eine um 60 Prozent auf 80 Cent je Aktie erhöhte Dividende freuen.

Die Lufthansa Story: 60 Jahre Höhen, Tiefen, Turbulenzen

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mik/dpa



insgesamt 23 Beiträge
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manyasli 15.03.2018
1. Alles auf Kosten der Kunden
Angefangen hat es mit der Abschaffung der Zeitungsverteilung in der Econumy_Class. Dann kam die Einschränkung der Bordverpflegung auf Kurzstrecken, die sich auf -vermeintlich- kurze Auslansstrecken ausbreitete. Sitzen wie in einer Konservendose auch in Überseeflügen folgte. Einschränkungen in Miles&More dürften auch ein Parr Cents gebracht haben.
hannesmann 15.03.2018
2.
Das ist doch Klasse, dass die Kosten der Nullzinspolitik der EZB nicht die Unternehmen belasten sondern zulasten der Betriebsrenten gehen. Die Zinsersparnisse kommen dann den Konzernen zugute. Frau Nahles hat das mit ihrem " Betriebsrentenstärkungsgesetz" auch auf alle Unternehmen ausgeweitet. Danke SPD.
helgeharder 15.03.2018
3. Komische Berichterstattung
Wenn man den Artikeln zu den Streitigkeiten mit den Piloten folgt, so wurden die Gehaltskürzungen (nichts anderes sind Kürzungen bei den Betriebsrenten) als unbedingt notwendig dargestellt: Ansonsten wäre die Lufthansa nicht mehr konkurrenzfähig (trotz bereits damaliger Rekordgewinne) und in wenigen Jahren mehr oder weniger pleite, so die Berichterstattung. Und plötzlich ist alles gar nicht so schlimm, im Gegenteil winken wieder Rekordgewinne, weil die Lage im Fluggeschäft so gut ist? Ja, warum mußten die Piloten denn dann verzichten?
arviaja 15.03.2018
4. Deregulierung
So, man hat den Flugbetrieb in den 90ern dereguliert. Dadurch sind erst mal die Preise gefallen und ganz viele Airlines sind auf den Markt gekommen. Durch den massiven Konkurrenzdruck sind dann viele wieder pleite gegangen und/oder aufgekauft worden. Dadurch ergibt sich eine Monopolisierung, wie jetzt in Deutschland geschehen. Wir haben aber keinen regulierten Markt mehr, sondern einen deregulierten Monopolmarkt. Super für den Monopolisten. Schlecht für den Kunden.
laermgegner 15.03.2018
5. Der Luftverkehr soll endlich mal die Kosten zahlen, die er verursacht.
Ein Unternehmen muß Gewinn machen, dass es investieren kann. Die ältesten A 320 sind 28 Jahre alt ! Ob die Flugzeuge der A 340 + A 380 Reihe wirtschaftlich betrieben werden, ist nicht klar. Wenn man sich den Einsatz der A 350 anschaut, hat man auch den Eindruck, dass dieses Flugzeug sehr viel Wartung braucht - letzte Woche mußte die D-AIXE nach Bosten umkehren und stand da mehr als 36 Stunden. Durch die ganzen Ausfälle, deren Ursachen z.B. der Steuerbehörde völlig egal wären, sind Verspätungen unausweichlich. Mit dieser Fehlleistung schreit man aber, ein Nachtflugverbot wegen internatioalen Wettbewerb nicht haben zu wollen. Die LH und ihre Spezies haben dafür Sorge zu tragen, dass der Flugplan eingehalten und Gerät eingesetzt wird, was einer technischen Standard hat. Wenn sie endlich mal Strafen von Behörden bezahlen müßten- für das was sie abliefern, - sie Steuern zahlen müßten - wie wir alle auch - für das womit sie herumfliegen - dann wäre endlich mal was für den Wettbewerb zwischen den Verkehrsmitteln getan. So haben wir es nur mit einer Renditeoptimierung zu tun, auf Kosten aller.
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