Markenstreit: Easyjet darf Namen behalten

Von Swantje Wallbraun

Die britische Fluglinie Easyjet darf den Namensteil "Easy" nun doch behalten: Das Unternehmen einigte sich mit seinem Gründer, der die Rechte an dem Namen zuvor in Frage gestellt hatte. Die Airline lässt sich die Versöhnung mehrere Millionen Euro kosten.

Easyjet: Streit um die Marke "Easy" ist beigelegt Zur Großansicht
ddp

Easyjet: Streit um die Marke "Easy" ist beigelegt

London - Der britische Billigflieger Easyjet muss seinen Namen nicht ändern: Das Unternehmen hat einen Streit mit seinem Gründer Stelios Haji-Ioannou beigelegt, teilte die Fluglinie mit. Haji-Ioannou, der sich beim Billigflieger aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, hatte gedroht, ihm den Markennamen "Easy" zu entziehen.



Haji-Ioannou betreibt inzwischen ein ganzes Imperium unter der Marke "Easy" - unter anderem mit Hotels, Kinos und Autovermietungen. Ihn störte, dass die Fluglinie Easyjet mittlerweile mehr als 25 Prozent ihres Umsatzes mit anderen Produkten als Flugtickets macht. Diese Grenze war im bisherigen Vertrag über die Markenrechte aus dem Jahr 2000 angegeben. Der aus Zypern stammende Easyjet-Gründer forderte nach zahlreichen Verspätungen und Flugausfällen bei Easyjet in diesem Jahr aber auch, die Fluggesellschaft müsse ihre Pünktlichkeit "auf die höchsten Standards in der Flugbranche bringen".



Der neu geschlossene Vertrag der Easygroup mit Easyjet sieht nun keine Grenze mehr für die Nebengeschäfte der Fluggesellschaft mehr vor. Außerdem verzichtet Haji-Ioannou auf den Posten des Verwaltungsratschefs und das Recht der Easygroup, zwei Vertreter in den Verwaltungsrat zu entsenden. Im Gegenzug muss Easyjet jedes Jahr 0,25 Prozent seines Umsatzes an die Unternehmensgruppe abführen. In den ersten beiden Jahren sind es 3,9 und 4,95 Millionen Pfund (4,5 und 5,7 Millionen Euro).



Einfluss behält Haji-Ioannou zudem als weiterhin größter Einzelaktionär von Easyjet. Er hält 26 Prozent der Fluglinie.



swa/afp

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