Problem an Hydraulikpumpe Behörde warnt vor Explosiongefahr bei A350

Die europäische Luftsicherheitsbehörde hat eine seltene Warnung für den A350 herausgegeben. Durch die Überhitzung einer Pumpe könnte sich Treibstoff entzünden. Airbus will das Problem durch ein Software-Update lösen.

A350-Produktion in Toulouse (Archivbild)
DPA

A350-Produktion in Toulouse (Archivbild)


Die europäische Luftsicherheitsbehörde (Easa) warnt laut einem Bericht der "Welt" vor einer möglichen Explosion im Treibstofftank des Großraumflugzeugs A350. Bei dem Ende 2014 in Betrieb genommenen Modell A350-941 wurde demnach kürzlich ein Überhitzungsfehler an einer Hydraulikpumpe festgestellt. Dadurch könnte sich bei einer Verkettung von Fehlern das Kraftstoffluftgemisch im Treibstofftank entzünden. Die Warnung habe die von der Easa nur selten genutzte höchste Dringlichkeitstufe.

Das Kühlsystem für die Hydraulikflüssigkeit befindet sich dem Bericht zufolge in den Treibstofftanks. Sollte die Pumpe ausfallen, könnte dem Bericht zufolge die Temperatur der Hydraulikflüssigkeit schnell ansteigen. Sollte dies nicht erkannt werden und außerdem ein spezielles Sicherungssystem nicht aktiv sein, bestehe das Risiko einer Explosion.

Airbus Chart zeigen teilte auf Anfrage mit, das Problem könne durch ein Software-Update behoben werden. Die Betreiber von rund 100 bereits ausgelieferten A350-Modellen seien informiert worden. Bei der Lufthansa Chart zeigen, die derzeit vier A350 in Betrieb hat, wird die Software laut "Welt" bereits geändert.

dab



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