Abgasskandal VW bekommt in den USA Aufschub vor Gericht

Volkswagen hat bei der US-Justiz eine Fristverlängerung für einen Lösungsvorschlag zur Abgasaffäre erreicht. Sollte sich der Konzern bis dahin nicht  mit den Behörden geeinigt haben, droht ein Prozess.

Eine US-Flagge zwischen VW-Bannern
REUTERS

Eine US-Flagge zwischen VW-Bannern


In der Abgasaffäre hat das US-Bezirksgericht in Kalifornien Volkswagen einen Aufschub gegeben. Der Konzern hat nun bis zum 21. April Zeit. Wenn bis dahin zwischen dem Konzern, der US-Umweltbehörde EPA und dem amerikanischen Justizministerium keine Einigung erzielt sei, erwäge das Gericht einen Prozess im Sommer, teilte Richter Charles Breyer mit.

In den bisherigen Gesprächen zwischen den Parteien seien substanzielle Fortschritte gemacht worden, heißt es in der Mitteilung. Es gebe allerdings noch technische Probleme bei der Umsetzung einer Einigung.

VW hatte vor fast sechs Monaten zugegeben, eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese erkennt, ob sich ein Dieselfahrzeug auf dem Prüfstand befindet. Nur dann werden die Abgasgrenzwerte eingehalten.

Am Donnerstag lief die Frist aus, die Bezirksrichter Breyer den Parteien gesetzt hatte, um einen Kompromiss über Reparatur oder Rückkauf der rund 580.000 betroffenen Dieselautos zu finden.

Der Richter will eine definitive Antwort von VW und dem US-Umweltamt, ob eine Einigung auf einen Plan zur Umrüstung der etwa 580.000 Dieselfahrzeuge möglich ist, die allein in den USA von der Affäre um manipulierte Emissionswerte betroffen sind.

brt/Reuters

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