Wirtschaft


Abschied vom Handelsriesen: Metro-Chef Cordes gibt sein Amt auf

Wochenlang war über seine berufliche Zukunft spekuliert worden -  nun wirft Metro-Chef Eckhard Cordes hin: Der 60-Jährige wird seinen Vertrag mit der Handelsgruppe im Oktober 2012 auslaufen lassen. Er wolle damit weiteren Schaden von seiner Person abwenden, so Cordes.

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Manager Cordes: Vertrag wird nicht verlängert

Düsseldorf - Der Vorstandschef des Handelsriesen Metro Chart zeigen, Eckhard Cordes, will seinen Posten aufgeben. Er stehe für eine Vertragsverlängerung nicht mehr zur Verfügung, teilte das Unternehmen am Sonntag in Düsseldorf mit. Über den Schritt war seit Wochen spekuliert worden: Es war lange unklar, ob der Manager noch die Rückendeckung der Metro-Eigentümer hat. Cordes' Vertrag läuft zum 31. Oktober 2012 aus. Der frühere Daimler Chart zeigen-Manager steht seit 2007 an der Metro-Spitze.

Es seien aber, "durch welche Seite auch immer getrieben, immer wieder Spekulationen zu meiner Vertragsverlängerung in die Öffentlichkeit gelangt, die sowohl dem Unternehmen als auch den Mehrheitsgesellschaftern und meiner Person zu schaden drohten", begründete der Metro-Chef nun seinen Abschied.

In einem Interview hatte der Manager zuletzt erklärt, er wolle die Erneuerung der Metro weiterführen, die von ihm angestoßenen Veränderungen seien noch nicht abgeschlossen.

Noch Ende September hatte alles nach einem Verbleib des Managers im Konzern ausgesehen. Großaktionär Haniel hatte sich damals hinter den Vorstandschef gestellt und eine Vertragsverlängerung empfohlen. In den Wochen davor war über Cordes' Ablösung spekuliert worden, nachdem sowohl in Kreisen der Eigentümer als auch der Arbeitnehmervertreter Kritik laut geworden war.

"Wir möchten die öffentliche Diskussion um die Zukunft des Vorstandsvorsitzenden beenden", ließ Haniel-Aufsichtsratschef Franz Markus Haniel im September durch einen Sprecher mitteilen. Die Familie habe die Entscheidung sorgfältig überdacht, hieß es in der Mitteilung. Zuletzt hatte es im Haniel-Umfeld immer wieder geheißen, Cordes habe die Unterstützung von Teilen der Familie Haniel verloren.

jok/dpa/dapd/Reuters

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insgesamt 4 Beiträge
Europa! 09.10.2011
Diese Verfahrensweise hat Stil. Hoffentlich haben die Eigentümer auch jemanden parat, der die schwierigen Verkaufsverhandlungen für große Konzernteile bewältigen kann. Denn derzeit gibt es wohl nicht viele, die einen anständigen [...]
Diese Verfahrensweise hat Stil. Hoffentlich haben die Eigentümer auch jemanden parat, der die schwierigen Verkaufsverhandlungen für große Konzernteile bewältigen kann. Denn derzeit gibt es wohl nicht viele, die einen anständigen Kaufpreis für den Kaufhof oder die Real-Märkte in der Portokasse bereithalten. Metro muss in Asien wachsen, so wie Walmart, Carrefour etc. Den Konsum für die Chinesen zu organisieren ist eine lohnende Aufgabe.
willi2007 09.10.2011
Cordes ist in meinen Augen eine Fehlbesetzung bei Metro. Er mag seine Qualitäten haben, aber auch mich wirkt er immer arrogant, überheblich. unnahbar und kalt, eiskalt. Gut dass er geht.
Cordes ist in meinen Augen eine Fehlbesetzung bei Metro. Er mag seine Qualitäten haben, aber auch mich wirkt er immer arrogant, überheblich. unnahbar und kalt, eiskalt. Gut dass er geht.
foodundnf 09.10.2011
Vielleicht erinnernt sich der Haniel Clan an Herrn Dr. Körber, er hat die Arbeit besser als Herr Cordes gemacht, mußte aber wegen Sprücheklopfer Cordes gehen. Als nächstes wird Haniel nun wohl Herrn Kluge entsorgen, auch dort [...]
Vielleicht erinnernt sich der Haniel Clan an Herrn Dr. Körber, er hat die Arbeit besser als Herr Cordes gemacht, mußte aber wegen Sprücheklopfer Cordes gehen. Als nächstes wird Haniel nun wohl Herrn Kluge entsorgen, auch dort gibt es keine umsatzbare Strategie
bürgerschreck 09.10.2011
Nachdem Cordes schon bei Daimler die Qualität der PKW-Sparte mit dem Durchdrücken von Vaneo und Viano auf ein bisher unbekannt schlechtes Niveau drücken konnte, hat er auch bei Metro ganze Arbeit geleistet. - immer noch keinen [...]
Zitat von sysopWochenlang war über seine berufliche Zukunft spekuliert worden -* nun wirft Metro-Chef Eckhard Cordes hin: Der 60-Jährige wird seinen Vertrag*der*Handelsgruppe*im Oktober 2012 auslaufen lassen.*Er wolle damit weiteren Schaden von seiner Person abwenden, so Cordes. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,790788,00.html
Nachdem Cordes schon bei Daimler die Qualität der PKW-Sparte mit dem Durchdrücken von Vaneo und Viano auf ein bisher unbekannt schlechtes Niveau drücken konnte, hat er auch bei Metro ganze Arbeit geleistet. - immer noch keinen Internet-Auftitt für Media-Saturn... ist ja auch noch ein ganz neuer und innovativer Vertriebskanal... (Gelächter), - dafür ganze zwei (!) Märkte in China in zwei Jahren... donnerwetter - Streit mit den Gründern von Media-Saturn, - keinerlei Perspektive für GALERIA Kaufhof (langsames Sterben), -"brutale" Expansion in neue Märkte seit 3 Jahren Cordes mit Ägypten und Kasachsten (insg. 6 Märkte) ansonsten nur weitermachen wie früher... - Österreich, Schweiz, Schweden kennt Herr Cordes wohl nicht. Mal sehen wo er als nächstes hingeht und nichts schafft dafür aber Millionen kassiert weil er ein geiler Schwätzer ist...
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  • Sonntag, 09.10.2011 – 15:57 Uhr
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