Unternehmensberatung Accenture kauft Internetfirma SinnerSchrader

Die Beratungsfirma Accenture verleibt sich den Internetdienstleister SinnerSchrader ein. Je Aktie bietet Accenture neun Euro. Damit verliert eine Firma des einstigen Neuen Marktes ihre Selbstständigkeit.

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Die Unternehmensberatung Accenture plant die Übernahme des Internetdienstleisters SinnerSchrader. Je Aktie bietet Accenture neun Euro, wie beide Unternehmen bekannt gaben. Damit wird SinnerSchrader mit knapp 104 Millionen Euro bewertet. Gut 62 Prozent der Aktien hat sich das Unternehmen durch die Verkaufszusage der Großaktionäre bereits gesichert. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden.

Die SinnerSchrader-Aktien schossen nach der Bekanntgabe um bis zu 18 Prozent auf ein 16-Jahres-Hoch von 9,38 Euro. SinnerSchrader wurde 1996 und damit während des New-Economy-Booms gegründet.

Mit der Übernahme will die Beratungsfirma ihre Sparte Accenture Interactive in Deutschland ausbauen. Accenture Interactive ist die größte Digitalagentur weltweit. SinnerSchrader-Chef Matthias Schrader soll künftig die Führung des Agenturgeschäfts von Accenture Interactive in Deutschland, Österreich und der Schweiz übernehmen. "Sowohl unsere Kunden und Mitarbeiter als auch unsere Aktionäre werden von der Übernahme profitieren", wird Schrader in der Mitteilung zitiert.

SinnerSchrader gehört zu den führenden Digitalagenturen Europas mit dem Fokus auf Design und Entwicklung von digitalen Produkten und Services. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 500 Mitarbeiter an sechs Standorten in Deutschland und Tschechien. Zu den größten Kunden der Agentur zählen Volkswagen Chart zeigen, Allianz Chart zeigen und Tui.

man/Reuters/dpa-AFX



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