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Achenbach-Prozess: Aldi-Erben fordern fast 20 Millionen von Kunstberater

Mit überhöhten Preisen soll der Kunsthändler Helge Achenbach Kunden um Millionen geprellt haben. Zu den Geschädigten gehörte auch der verstorbene Aldi-Gründer Theo Albrecht. Seine Erben fordern nun 19,4 Millionen Euro Schadenersatz.

Kunstberater Achenbach (2012): 72 Millionen Euro für Oldtimer Zur Großansicht
DPA

Kunstberater Achenbach (2012): 72 Millionen Euro für Oldtimer

Düsseldorf - Im Prozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach fordern fünf Erben von Berthold Albrecht 19,4 Millionen Euro Schadenersatz. Der Sohn des verstorbenen Aldi-Gründers Theo Albrecht war einer der Kunden, denen Achenbach Kunstwerke zu deutlich überhöhten Preisen verkauft haben soll. In dem Zivilprozess am Düsseldorfer Landgericht wird am 11. November erstmals verhandelt. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin richten sich die Forderungen gegen Achenbach und zwei seiner Unternehmen, die sich in Insolvenzverfahren befinden.

In der Klageschrift heißt es, Achenbach habe beim Ankauf von Kunstwerken und Oldtimern betrogen und Berthold Albrecht höhere Kaufpreise berechnet als er tatsächlich zahlte. Dadurch sei auch die vereinbarte Provision üppiger ausgefallen. Achenbach habe für insgesamt 121 Millionen Euro Wertgegenstände für Albrecht angekauft.

Der Aldi-Erbe hatte demnach mehr für alte Autos übrig als für Kunst: 72,7 Millionen Euro gab er für Oldtimer aus, 48 Millionen Euro für Kunst. Für letztere sei für Achenbach eine Provision von fünf Prozent und für Oldtimer eine von drei Prozent vereinbart gewesen. Achenbach sitzt wegen der Betrugsvorwürfe in Untersuchungshaft. Ihm droht neben dem Zivilverfahren noch ein Strafprozess.

dab/dpa

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Irgendwie beruhigend
zappa99 01.09.2014
dass selbst die Kaufleute-Elite auf so einen Glücksritter aus der Kunstszene reinfallen kann. Möchte wissen, wie viele arglose Anleger gar nicht bemerken, dass sie über den Tisch gezogen worden sind. Meisst ist das eh verjährt, wenn es dann doch auffällt. Ich hoffe, die bekommen ihr Geld zurück. Wahrscheinlich ist der Mann aber längst "mittellos".
2.
crunchy_frog 01.09.2014
Den Albrecht Clan um Geld betrügen zu wollen, ist aber auch nicht die beste Idee, die man haben kann. Dass die bei diesem Thema weder Amateure sind noch viel Spass verstehen, sollte eigentlich bekannt sein.
3. Streitrechtsbegrenzung
annibertazeh 01.09.2014
Was wäre eigentlich, was geschähe, wenn oberhalb eines Streitwerts von 500 Tsd Euro oder 1 Mio Euro nicht mehr vor Gericht geklagt und gestritten werden könnte, bzw. jeglicher Streit auf diese Wertgrenze begrenzt würde?
4. jetzt tuen mir
bumminrum 01.09.2014
aber wirklich die Aldi Brüder leid. Nachdem sie durch das Geiz ist Geil Prinzip Mrd. den Bürgern sowie den tausenden unterbezahlter Arbeitskräfte abgenommen haben, beschweren ausgerechnet solche Leute sie hätten Millionen zu viel für ihre Kunstwerke bezahlt!!! Echt peinlich!!
5.
windsurfgleiten 01.09.2014
5%... also 2,4Mio€ Provision für die Kunst. Dann noch für Oldtimer 3%, 2,7Mio€. Also über 5Mio€ Provision, weil er am Kunst und Oldtimer beschafft hat. Das ist doch schon verrückt - aber es reicht natürlich nicht, also betrügt er noch zusätzlich um Millionen... Wer versteht das noch und wer will es freiwillig verstehen?
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