Anfällige Achsen: Deutsche Bahn rüstet ICE 3 um

Drei Jahre nach dem Unfall eines ICE 3 will die Deutsche Bahn das Problem endlich mit einer Umrüstung lösen. Ab Herbst sollen mehr als 60 Züge neue Radsatzwellen bekommen. Der Zugverkehr werde nicht beeinträchtigt, verspricht das Unternehmen.

ICE-3-Fertigung bei Siemens: "In konstruktiven Gesprächen mit dem Eisenbahnbundesamt" Zur Großansicht
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ICE-3-Fertigung bei Siemens: "In konstruktiven Gesprächen mit dem Eisenbahnbundesamt"

Hamburg - Der Unfall sorgte für Aufsehen: Im Juli 2008 entgleiste im Kölner Hauptbahnhof ein Schnellzug vom Typ ICE 3. Der Grund war eine gebrochene Radsatzwelle, die Folge waren Ultraschalluntersuchungen, mit denen die Züge seitdem alle 30.000 Kilometer auf Haarrisse untersucht werden müssen.

Mit den häufigen Untersuchungen soll durch eine Umrüstung nun bald Schluss sein. "Wir sind sehr optimistisch, im dritten Quartal mit dem Austausch der Treibradsatzwellen beim ICE 3 starten zu können", sagte Bahn-Technikvorstand Volker Kefer der "Wirtschaftswoche".

Derzeit befindet sich die Bahn laut Kefer "in konstruktiven Gesprächen mit dem Eisenbahnbundesamt", das die neuen Radsatzwellen zulassen muss. Für die Bahn sei die Umrüstung "ein wesentlicher Schritt, um die Verfügbarkeit der Flotte wieder zu steigern". Die Radsätze würden im laufenden Betrieb ohne Beeinträchtigungen des Zugverkehrs ausgetauscht.

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen zehn Züge umgerüstet sein, die dann nur noch alle 240.000 Kilometer zur Kontrolle müssen. Insgesamt würden 1200 Radsätze an 63 Zügen erneuert. Der letzte ICE 3 erhält laut Plan im Frühjahr 2015 neue Achsen.

Ursprünglich sollte mit dem Austausch bereits 2011 begonnen werden. Bis dahin sollten die Ersatzwellen entwickelt, geprüft, vom Eisenbahnbundesamt zugelassen und produziert sein. Der Zulassungsprozess hatte sich jedoch verzögert.

dab/dapd/dpa

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1. willkommen DB
ctrlaltdel 02.06.2012
Zitat von sysopDrei Jahre nach dem Unfall eines ICE 3 will die Deutsche Bahn das Problem endlich mit einer Umrüstung lösen. Ab Herbst sollen mehr als 60 Züge neue Radsatzwellen bekommen. Der Zugverkehr werden nicht beeinträchtigt, verspricht das Unternehmen. Achsen von ICE 3 werden ab Herbst umgerüstet - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,836627,00.html)
im 20. Jahrhundert (ja, ich meine 20. Jahrhundert)
2.
dk5ras 02.06.2012
Die Aussage "will endlich" in dem Artikel ist absolut mißverständlich bzw. irreführend. Die DB will diese Achsen bereits seit Bekanntwerdung des Problems wechseln und treibt dies auch voran; alleine muß das Teil erst einmal entwickelt werden, geprüft werden, zugelassen werden, und letztlich eingebaut werden, ohne den Betrieb über Gebühr zu behindern. Es geht hier nicht um das Redesign einer zu schwachen Schraube am Regal "Billy", sondern um ein sicherheitskritisches und betriebsrelevantes Bauteil in einem äußerst technisch aufwendigen Eisenbahnfahrzeug.
3. Alles hat sich verzögert
Roßtäuscher 02.06.2012
Zitat von sysopDrei Jahre nach dem Unfall eines ICE 3 will die Deutsche Bahn das Problem endlich mit einer Umrüstung lösen. Ab Herbst sollen mehr als 60 Züge neue Radsatzwellen bekommen. Der Zugverkehr werden nicht beeinträchtigt, verspricht das Unternehmen. Achsen von ICE 3 werden ab Herbst umgerüstet - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,836627,00.html)
Wir feiern heute also die Bahn von 2002 und tun so, als würde noch der Mehdorn uneingeschränkt die Misstöne angeben oder gar verteilen. Eine echte Beruhigungsspritze ist das. Der Mai 2012, sprich Juni gleichen Jahres, hat alles neu gemacht, somit auch die Auswechslung der Radsätze die jetzt nicht mehr brechen sollen. Beim TGV hatte man nie so ein Problem, zumindest wurde nie darüber berichtet. Ist die deutsche Ingenieurkunst doch nicht das, für das man sie die ganze Zeit gehalten hat? Sind die deutschen Entwickler vom Waggonbauer Siemens jetzt beim "israelischen Blaumilchkanal" angekommen? Wickelt sich die Bahn neuestens rückwärts ab? Das wird noch interessant. Kiefer erklärt dann dem Schlichter von Stuttgart 21 Heiner Geißler, "Alles war ein Irrtum" mit diesem unterirdischen Bahnhof, der Baumabholzung im mittleren Schlossgarten samt der Bedrohung des seltenen Juchtenkäfers. Aufatmen der Projektgegner. Aber der Albtraum CDU und dieser Stefan Mappus kommt doch nicht zurück, weil die Verstaatlichung der EnBW von der Grüne Partei gefressen wurde und die verdroschenen Milliarden das Land BW nicht mehr belasten. Ach, könnte Deutschland doch auch die Bundeskanzlerin rückabwickeln und hätte nie so viel Schulden!!
4. pro Bahn
pomme_sauvage 02.06.2012
bevor jetzt wieder ein Bashing der Deutschen Bahn einsetzt: nicht die Deutsche Bahn hat die schlechten Achsen zu verantworten, sondern der Hersteller bzw. Zulieferer der ICE 3-Züge. Durch die kürzeren Inspektionsintervalle und die Umrüstung fehlen der DB Züge und es entstehen ihr nicht unerhebliche Folgekosten.
5. Vorne anfangen
stuttgarter 02.06.2012
Der Vorteil des ICEs gegenüber dem TGV waren die langen Wartungsintervalle der Räder. Erzielt wurde dies durch ein auf einem Hochgeschwindigkeitsprüfstand entwickeltes Radreifenprofil. Die Sparbremse bei den Güterzügen verändert die Laufflächen der Güterzüge. Diese verändern die Schienen, diese widerum die ICElaufflächen. Dann wirds nix mit den langen Wartungsintervallen.
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Mit einem Umsatz von 39,3 Milliarden Euro und weltweit 285.000 Mitarbeitern ist die Deutsche Bahn einer der größten Konzerne des Landes. 2012 machte die Bahn einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro. Jedes Jahr transportiert die Bahn weltweit fast zwei Milliarden Reisende im Fern- und Nahverkehr.
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Die Deutsche Bahn bietet neben dem Personenverkehr auch andere Transport- und Logistikdienstleistungen (DB Schenker) an. Gut ein Drittel des Umsatzes erzielt das Unternehmen mit dem Fern- und Nahverkehr und dem Betrieb von Bussen im Stadtverkehr. Der Bereich DB Schenker, in dem unter anderem der Schiengüterverkehr gebündelt ist, trägt rund die Hälfte zum Gesamtumsatz bei.
Der Chef
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Rüdiger Grube ist seit Mai 2009 Chef der Deutschen Bahn. Der Top-Manager hat sich von der Hauptschule über eine Berufsausbildung und ein Studium bis an die Spitze des Logistikkonzerns hochgearbeitet. Vor seinem Wechsel zum Staatsunternehmen war er im Vorstand des Autobauers Daimler für die Konzernentwicklung zuständig. Davor arbeitete Grube mehrere Jahre bei der Daimler-Benz Aerospace (DASA), die später im Luft- und Raumfahrtkonzern EADS aufging.
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