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Ex-Deutsche-Bank-Chef: Ackermann räumt Spitzenposten bei Zurich Financial

Zurich-Verwaltungsratspräsident Ackermann: "Zutiefst erschüttert" Zur Großansicht
picture alliance / dpa

Zurich-Verwaltungsratspräsident Ackermann: "Zutiefst erschüttert"

Der Ex-Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, tritt als Verwaltungsratsvorsitzender beim Schweizer Versicherungskonzern Zurich zurück. Als Grund nannte er den Suizid des Zurich-Finanzchefs Anfang der Woche.

Zürich - Der Ex-Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, tritt überraschend als Vorsitzender des Verwaltungsrats des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich zurück. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Ackermanns Rücktritt erfolgt mit sofortiger Wirkung. Als Grund nannte Ackermann den Tod von Zurich-Finanzchef Pierre Wauthier; er hatte sich zu Wochenbeginn nach bisherigen Erkenntnissen selbst das Leben genommen.

Ackermann sagte, der unerwartete Tod von Wauthier habe ihn "zutiefst erschüttert". Er sagte laut Mitteilung weiter: "Ich habe Grund zur Annahme, dass die Familie meint, ich solle meinen Teil der Verantwortung hierfür tragen, ungeachtet dessen, wie unbegründet dies objektiv betrachtet auch sein mag." Wauthier war am Montag tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Er hat sich mit großer Wahrscheinlichkeit selbst getötet, wie die Polizei am Dienstag mitgeteilt hatte.

Der Franzose, der auch einen britischen Pass besaß, war 1996 zu Zurich gekommen - nach verschiedenen Stationen unter anderem bei der amerikanischen Tochterfirma Farmers Group war er im Oktober 2011 zum Finanzchef ernannt worden. Zurich-Manager hatten am Montag schockiert auf den plötzlichen Tod des offenbar beliebten Finanzvorstands reagiert.

Ackermann sagte nun, er sehe eine weitere erfolgreiche Führung des Verwaltungsrats zum Wohle der Zurich in Frage gestellt. "Um jegliche Rufschädigung zu Lasten von Zurich zu vermeiden, habe ich beschlossen, von allen meinen Funktionen im Verwaltungsrat mit sofortiger Wirkung zurückzutreten." Ackermann war nach seinem Ausscheiden bei der Deutschen Bank seit März 2012 Verwaltungsratspräsident bei der Zurich Gruppe.

nck/dpa/Reuters

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insgesamt 61 Beiträge
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1. Wow
nurmalso2011 29.08.2013
Er war schon immer besser als andere - auch in dieser Situation spricht er den Vorwurf gegen ihn an und ist konsequent. Ich würde mir wünschen in Dtl.s Politik hätte man eben so viel Rückgrat, Angtrulla Murksel. Vielleicht war der Manager nur den Aufgaben nicht gewachsen ?
2. Traurig
tschirky 29.08.2013
Ist so traurig, wie in der Welt, in der wir leben!
3. Es tut mir so leid
privat78 29.08.2013
Mein Beileid. Ein tragischer Tod eines Finanzfachmannes. Ich hoffe dass so etwas nie wieder passiert. Gerade um Menschen die sich aufopfern und der Welt dienen, ja sie sogar besser machen. Nun zeigt sich auch wie sensibel Herr Ackermann ist. Nun kann ich Merkel verstehen, das sie so liebe angenehme Menschen ins Kanzleramt einlädt.
4.
dongerdo 29.08.2013
Zitat von sysoppicture alliance / dpaDer Ex-Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, tritt als Verwaltungsratsvorsitzender beim Schweizer Versicherungskonzern Zurich zurück. Als Grund nannte der Manager den Selbstmord des Zurich-Finanzchefs Anfang der Woche. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ackermann-tritt-als-verwaltungsrats-chef-von-zurich-zurueck-a-919172.html
Man kann ja von ihm halten was man will, aber konsequent ist er - da wird nicht lange gefackelt sondern entschieden.
5. Der gute alte Acker (mann)
mainstreet 29.08.2013
Alles wird älter so ist das Leben und dann stirbt man leider und einige Zeitgenossen ziehen es vor diese natürliche Entwicklung etwas zu beschleunigen oder je nach dem wie man es sehen will zu Ende zu bringen. Mein Beileid an die Angehörigen und auch an Herrn Ackermann als Firmenvorsitzender des Verwaltungsrates denn Tod ist eine endgültige Sache. Viele Menschen sagen das das Leben das einzige ist was wir haben und das man versuchen muss mit dem wenigen was wir sind und haben etwas anzufangen und es ist bedauerlich wenn sich Personen die finanziell gut gestellt sind keinen Sinn mehr im Leben sehen was auch sicherlich außerhalb des Arbeitslebens und des Arbeitsplatzes begründet sein kann weil man immer nur sieht das andere auch arbeiten und Geldverdienen und es die Hippies der Sechziger nicht mehr gibt die es immer ohne Arbeit oder mit wenig um die halbe Welt schafften und einfach zufrieden waren mit etwas Haschisch aus dem Gewächs des Hanfes. Nach einem erfolgreichen Arbeitsleben wenn man finanziell gut gestellt wäre könnte oder konnte man das dann immer noch in Erwägung ziehen. Aber die Zeiten haben sich geändert auch durch die Wirtschaft und Computer und eines erbitterten Konkurrenzkampfes wo jeder die Kosten minimiert . Gerade weil es heute Arbeit im Überfluss nicht mehr gibt wie in den sechzigern gibt es auch keine Bewegung mehr wie die Hippies die Arbeit schlicht und einfach ganz mies finden auch wenn es einen anderen Ausdruck dafür gibt.- Aber jeder sollte daran glauben das die Hippies wiederkommen damit das Leben wieder Flower und Power wird und sich das Leben lohnt. Eine Zeit ohne Perspektive zu Arbeit und Gewinn ist eine verlorene Zeit und natürlich kommt es auf das Verhältniss an. Selbsmorde in dieser Kategorie von Menschen deuten immer in diese Richtung und es ist traurig so etwas zu erleben auch für Herrn Ackermann und das muß man eben einfach verstehen und Aussteigen wie Herr Ackermann ist ein Weg den auch die Hippies immer bestritten und zum Glück führen kann.
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