Action-Kameras Apple-Patent jagt GoPro-Aktie in den Keller

Apple greift möglicherweise den Action-Kamera-Hersteller GoPro mit neuen Produkten an. Das US-Patentamt bewilligte Apple ein Patent für ein eigenes Kamerasystem. Die GoPro-Aktie brach umgehend ein.

Apple-Store in San Francisco: Baldiger Angriff auf GoPro?
REUTERS

Apple-Store in San Francisco: Baldiger Angriff auf GoPro?


Cupertino - Apple schafft es immer wieder, allein mit einer Ankündigung Analysten, Anleger und Verbraucher in helle Aufregung zu versetzen. Jüngster Coup: Eine Patentanmeldung, mit der Apple Spekulationen befeuert, der Konzern bereite möglicherweise einen Angriff auf den Action-Kamera-Hersteller GoPro mit eigenen Produkten vor.

Der kalifornische iPhone-Hersteller bekam von der US-Patent- und Markenbehörde ein Patent für ein Kamerasystem zugesprochen, das sich an Fahrradhelmen und Taucherbrillen anbringen und wie die GoPro-Geräte bei sportlichen Aktivitäten verwenden lässt. Das geht aus Unterlagen hervor, die von der Behörde veröffentlicht wurden. (Hier der Link zur Patentschrift). In dem Antrag geht das kalifornische Unternehmen konkret auf angebliche Schwächen von GoPro-Kameras ein.

Mit Action-Kameras aufgenommene Videos werden auf Portalen wie YouTube teils millionenfach angeschaut. So nutzen professionelle Skifahrer, Surfer oder Radsportler die Geräte und laden Filme hoch. Das von Apple patentierte System lässt sich wie GoPro-Modelle auch unter Wasser einsetzen.

Obwohl noch nicht klar ist, was Apple konkret mit dem Patent beabsichtigt, reagierten Anleger schockiert. Die Aktien von GoPro fielen am Dienstag in New York als Reaktion um bis zu 15 Prozent. Apple Chart zeigen lehnte eine Stellungnahme ab.

Mit den Kursverlusten vom Dienstag haben GoPro-Aktien seit Oktober 51 Prozent ihres Wertes abgegeben. Dennoch beträgt der Zuwachs seit dem Börsengang im Juni immer noch 73 Prozent. Im Oktober hatte ein Journalist berichtet, dass der frühere Formel-1-Fahrer Michael Schumacher bei seinem Skiunfall eine GoPro-Kamera getragen habe. Auf sie seien die schweren Kopfverletzungen zurückzuführen. Die Aktie fiel damals um bis zu 13,8 Prozent.

nck/dpa/Reuters



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insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
wolle0601 14.01.2015
1. Seltsam
Im Kern beschreibt das Patent eine verbesserte Standby-Lösung. Der Rest sieht für mich wie Deko aus bzw wie eine triviale Kombination von lauter bekannten Dinge. So wie ich das amerikanische Patentsystem einschätze, kann es trotzdem durchgehen. Oder es ist eine geniale Lösung, um die Übernahme von GoPro billiger zu machen.
fatherted98 14.01.2015
2. Schon seltsam...
...wie die Aktienmärkte so reagieren. Nur ein Patent...noch gar kein Produkt...oder auch nur eine Vorstellung eines Produkt...und schon bricht Panik aus...naja...
BoMo_UAE 14.01.2015
3. Schumacher
Ich denke, die Verletzungen von Michael Schumacher sind in erster Linie auf seinen Sturz zurueckzufuehren. GoPro hatte daran keine Schuld.
momentum 14.01.2015
4. Ein Gimmick mehr zum Verzetteln ...
anstatt sich auf ein fehlerfreies OS zu konzentrieren, welches einmal einer der Hauptgründe war auf Apple zu wechseln. Da ein unfertiges, schnellgestricktes Feature mehr, dort hippe Kopfhörer die ihr Geld nicht wert sind, eine Uhr die nach 3 Jahren technisch überholt und zum Wegwerfartikel wird ... Quantität statt Qualität, die sich nicht mehr vom Rest absetzt.
tkedm 14.01.2015
5.
Ist es zuviel verlangt, dass SPON den Aktieneinbruch von GoPro sowie die Patentschrift von Apple und die darin erklärten Vorteile gegenüber GoPro einordnet, anstatt das Schriftstück dem Leser einfach nur hinzupappen?
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