Fußball-EM und Olympia: Adidas kündigt Gewinnsprung an

Adidas ist gut ins neue Jahr gestartet. Der Sportartikelhersteller meldete mehr Umsatz und Gewinn. Angesichts der Olympischen Spiele und der Fußball-Europameisterschaft verspricht der Konzern für 2012 deutlich höhere Erlöse.

Philipp Lahm im Auswärtstrikot der Nationalelf: Adidas erwartet auf gute Gewinne Zur Großansicht
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Philipp Lahm im Auswärtstrikot der Nationalelf: Adidas erwartet auf gute Gewinne

Herzogenaurach - Adidas macht seinen Aktionären Hoffnung auf ein gutes Jahr 2012. Zumindest der Start lief schon mal positiv. Der Umsatz legte in den ersten drei Monaten um 17 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zu. Der Konzerngewinn stieg um 38 Prozent auf 289 Millionen, teilte Adidas Chart zeigen am Montag mit. Analysten gehen davon aus, dass die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft bereits das Geschäft angekurbelt hat.

Adidas ist nach Nike Chart zeigen die weltweite Nummer zwei unter den Sportartikelherstellern. Für die Branche dürfte 2012 ein lukratives Jahr werden. Denn neben der Fußball-EM steht mit den Olympischen Spielen in London ein weiteres Großereignis an.

Wohl auch deshalb gibt Adidas einen sehr positiven Ausblick. Die Firma hat die Prognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben. Sie rechnet damit, dass der Konzernumsatz 2012 währungsbereinigt um fast zehn Prozent steigt. Der Konzerngewinn soll um zwölf bis 17 Prozent zulegen. Bislang hatte Adidas beim Umsatz eine Steigerung von fünf bis neun Prozent und beim Gewinn von zehn bis 15 Prozent in Aussicht gestellt.

Doch schon der Start ins Jahr lief für Adidas zum Teil deutlich besser, als es viele Analysten erwartet hatten. Wachstumsraten in China und Japan sowie bei der Tochter TaylorMade-adidas Golf fielen höher aus als ursprünglich erwartet, teilte Adidas mit.

Adidas berichtet von Unregelmäßigkeiten in Indien

Der Konzern konnte aber nicht nur positive Prognosen abgeben. Durch Unregelmäßigkeiten bei der Tochter Reebok in Indien könnten im Gesamtjahr noch Belastungen auftreten, hieß es. Das könnte vor Steuern das Ergebnis von 2012 um bis zu 125 Millionen Euro drücken. Hinzu könnten bis zu 70 Millionen Euro für den Umbau des dortigen Geschäfts kommen. Details zu den Unregelmäßigkeiten nannte Adidas nicht.

Juristische Schritte wurden demnach bisher nicht eingeleitet. Der Konzern wolle den selbst aufgedeckten Fall erst genauer untersuchen, hieß es. Reebok nimmt nun seine Geschäftspraktiken und Vertriebsabläufe unter die Lupe und bereitet Veränderungen vor. Bereits Ende März musste das alte Management in Indien gehen. Neuer Indien-Chef ist seitdem der Kanadier Claus Heckerott, den Vertrieb verantwortet seit April der Franzose Frederic Serrant.

Trotz der Nachrichten aus Indien war bei den Anlegern die Euphorie angesichts der weitgehend guten Aussichten groß. Adidas-Aktien verteuerten sich um bis zu 4,7 Prozent auf 62,66 Euro. Damit waren die Papiere des Sportartikelherstellers so teuer wie noch nie.

mmq/Reuters/dpa

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