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Sportausrüster: Neue Adidas-Investoren drängen in Aufsichtsrat

Adidas-Logo auf 3D-Modell von Berlin Zur Großansicht
REUTERS

Adidas-Logo auf 3D-Modell von Berlin

Die neuen Adidas-Großaktionäre Sawiris und Gallienne wollen künftig die Strategie des Konzerns mitbestimmen. Sie bekommen zwei Sitze im Aufsichtsrat, der vergrößert werden soll.

Mit zwei geplanten Posten im Aufsichtsrat untermauern die neuen Großaktionäre von Adidas ihren Machtanspruch. Der ägyptische Milliardär Nassef Sawiris und der Co-Chef des belgischen Konzerns Groupe Bruxelles Lambert, Ian Gallienne, wollen künftig über die Strategie und die Besetzung des Vorstands mitentscheiden. Sie sollen von der Hauptversammlung am 12. Mai in das Kontrollgremium gewählt werden, teilte der Sportausrüster mit. Der Aufsichtsrat soll dafür vergrößert werden.

Sawiris war im vergangenen Jahr bei Adidas eingestiegen und zählt mit mehr als fünf Prozent der Stimmrechte zu den größten Einzelaktionären des Dax-Konzerns. Der Investor, der mit der niederländischen Bau- und Chemiegruppe OCI ein Vermögen machte, hatte im November angekündigt, er sei "an einem konstruktiven Dialog" mit dem Management interessiert.

Der langjährige Adidas-Boss Herbert Hainer wird im Oktober vom Chef des Konsumgüterkonzerns Henkel, Kasper Rorsted, abgelöst.

2015 hatte sich Sawiris mit dem US-Investor Mason Hawkins und dessen Fondsgesellschaft Southeastern Asset Management verbündet, um Einfluss auf ausgewählte europäische Firmen zu nehmen. Southeastern kommt bei Adidas auf mehr als drei Prozent der Anteile.

Aufsichtsrat wächst auf 16 Mitglieder

Hinter der Groupe Bruxelles Lambert steht der belgische Milliardär Albert Frere. Die Gruppe hält ebenfalls mehr als fünf Prozent an Adidas. Gemeinsam mit Sawiris führte Frere den Zementkonzern Lafarge in die Fusion mit dem Schweizer Rivalen Holcim. In den Statistiken des Magazins "Forbes" führen beide Unternehmer jeweils die Listen der reichsten Männer ihrer Heimatländer an.

Wenn Sawiris und Gallienne in den Aufsichtsrat einziehen, soll das Gremium auf 16 Mitglieder wachsen. Derzeit besteht es aus zwölf Mitgliedern. "Mit der geplanten Vergrößerung des Aufsichtsrats tragen wir der gestiegenen Größe und stärkeren Internationalität unseres Geschäfts Rechnung", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Igor Landau.

brt/Reuters

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