Gewinneinbruch Russland-Krise schadet Adidas

Die Jahresbilanz von Adidas fällt durchwachsen aus, der Gewinn ging um 37 Prozent zurück. Zu den Gründen gehörten die Wirtschaftskrise in Russland und schwindendes Interesse am Golfsport. Die Anleger schöpften trotzdem Mut.

Adidas-Logo: Wachstum durch Rubel-Verfall aufgezehrt
DPA

Adidas-Logo: Wachstum durch Rubel-Verfall aufgezehrt


Herzogenaurach - Die Russland-Krise und Probleme im Golfgeschäft haben den Gewinn von Adidas Chart zeigen stark vermindert. 2014 blieben dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach unterm Strich 490 Millionen Euro und damit mehr als 37 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Geschäftszahlen hervorgeht.

Anleger reagierten dennoch positiv auf das Ergebnis, mit einem Plus von 3,43 Prozent eroberten Adidas-Aktien die Spitze des Deutschen Aktienindex (Dax Chart zeigen). Vor allem die Dividende stimme die Anleger positiv, sagten mehrere Händler. Trotz des durchwachsenen Jahres soll eine stabile Gewinnbeteiligung von 1,50 Euro je Aktie fließen. Zudem werden Aktienrückkäufe fortgesetzt.

In Russland litt Adidas heftig unter dem Währungsverfall. Adidas ist in Russland mit großem Abstand Marktführer, auf Platz drei liegt die Fitness-Tochter Reebok. Doch die russischen Verbraucher hielten sich zurück. Das Wachstum von dennoch fast 20 Prozent wurde durch den Rubel-Verfall aufgezehrt.

Der Konzern spürt zudem, dass immer weniger Menschen Golf spielen. Das Management schloss deshalb eine Fabrik, strich Stellen, räumte die Lager und hielt sich mit der Einführung von neuen Produkten zurück. Inzwischen stehe die Golf-Tochter TaylorMade aber wieder gut da, sagte Konzernchef Herbert Hainer. Er bezeichnete 2014 als "Jahr mit Höhen und Tiefen" und kündigte fürs neue Jahr an: "Wir werden zu Umsatzwachstum und Gewinn zurückkehren."

dab/dpa/AFP



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