Sportausstatter Adidas stoppt Zusammenarbeit mit dem iranischen Fußballverband

Adidas wird den iranischen Fußballverband nicht weiter ausstatten. Druck aus den USA könnte der Grund sein.

Iranisches WM-Trikot von Adidas
AFP

Iranisches WM-Trikot von Adidas


Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas wird seinen Vertrag mit dem iranischen Fußballverband (FFI) nicht verlängern. Adidas beliefert den Verband seit Dezember 2017. "Gemäß der aktuell geltenden Bedingungen wird die kommerzielle Vereinbarung derzeit wie vorgesehen im Dezember 2018 enden", teilte das fränkische Unternehmen mit.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna teilte Adidas in einem Schreiben an den FFI mit, sich wegen neuer US-Sanktionen für diesen Schritt entschieden zu haben. Damit wolle es sein USA-Geschäft schützen. Der Sportartikelhersteller wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

Die iranische Mannschaft wurde bei der Weltmeisterschaft in Russland von dem deutschen Sportartikelhersteller ausgestattet. Vom Unternehmen hieß es: "Adidas dankt dem Iranischen Fußballverband für die Zusammenarbeit und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg."

Wegen der politischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran beendete bereits der amerikanische Sportartikelhersteller Nike seine Zusammenarbeit mit dem Land. Die USA hatten Anfang Mai das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und Sanktionen wieder in Kraft gesetzt.

ire/dpa-AFXP



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