Frankfurt am Main - Bayer-Aktien haben am Dienstagnachmittag massiv an Wert verloren. Anleger sorgen sich darum, dass ein wichtiges Medikament nicht pünktlich eingeführt werden könnte. Sein Erfolg gilt als wichtig, um die Gesundheitssparte des Konzerns wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
Ein Expertengremium der US-Gesundheitsbehörde FDA fordert nach der Durchsicht der klinischen Daten zusätzliche Informationen zu dem Gerinnungshemmer Xarelto von Bayer und seinem US-Partner Johnson & Johnson. Xarelto zeige im Vergleich zum Konkurrenzprodukt Warfarin keine Vorteil, teilte die die FDA mit.
Börsianer stuften das Empfehlungsschreiben als große Belastung ein. Dies dürfte Verzögerungen bei der Zulassung für eine breitere Anwendung nach sich ziehen, hieß es. Analysten hatten mit einer erweiterten Zulassung an diesem Donnerstag gerechnet.
Bayer-Aktien fielen auf den tiefsten Stand seit Juli 2009. In der Spitze verloren sie fast zwölf Prozent am Wert und belasteten damit den gesamten deutschen Aktienindex Dax
.
Manche Analysten halten diese Reaktion für übertrieben. Die gute Nachricht sei, dass die FDA offenbar kein Problem mit dem Sicherheitsprofil habe, sagte einer. Allerdings gebe es Probleme bei der Ausgestaltung der Studie, was erhebliche Verzögerungen zur Folge haben könnte.
Bayer versuchte, die nervösen Anleger zu beruhigen. Man habe nach wie vor Vertrauen in die veröffentlichten klinischen Daten zu dem neuen Präparat, sagte ein Sprecher.
ssu/dpa-AFX/Reuters
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