New York - Schon wieder gibt es Wirbel im Hause Goldman Sachs: Ein US-Pensionsfonds hat die Investmentbank wegen der Zahlung unangemessener Boni verklagt. Der auf Feuerwehrleute und Polizisten spezialisierte Fonds wirft dem führenden Wall-Street-Institut vor, Manager "blind" für Firmenergebnisse belohnen zu wollen, die überhaupt nichts mit den Leistungen der Angestellten zu tun hätten.
Angeklagte sind Konzernchef Lloyd Blankfein sowie andere Manager und Direktoriumsmitglieder. Goldman Sachs erklärte, die Anklage entbehre jeder Grundlage.
Das Geldhaus steht im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik, weil es bereits kurz nach der Erstattung von Staatshilfen Milliarden für Boni-Zahlungen beiseitelegte. Der Anklage zufolge will Goldman Sachs mehr als 22 Milliarden Dollar an seine Angestellten zahlen.
Noch am Montag hatte US-Präsident Barack Obama die Chefs der US-Banken aufgefordert, Zugeständnisse zu machen. Er verpflichtete sie zu "außerordentlichem Einsatz" für den Wiederaufbau der Wirtschaft. Ausdrücklich warnte er sie davor, die geplante Regulierung des Finanzmarktes zu bremsen.
fro/Reuters
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