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Honorarrunde für 2015: Kassenärzte wollen Budgetgrenze kippen

KBV-Chef Gassen: "Für begrenzte Geldmengen nur begrenzte Leistungen" Zur Großansicht
DPA

KBV-Chef Gassen: "Für begrenzte Geldmengen nur begrenzte Leistungen"

Die Mediziner pochen auf höhere Honorare: Sie fordern für 2015 ein Plus von rund drei Milliarden Euro fürs kassenärztliche System. Auch an der Begrenzung des Budgets wollen sie rütteln.

Berlin - Die Ärzte geben sich kämpferisch. Besonders zwei Forderungen setzen sie sich zu Beginn der Honorarverhandlungen mit den Kassen zum Ziel: Höhere Vergütungen und eine Aufhebung der Budgetbegrenzung. Beide Posten beliefen sich auf rund fünf Milliarden Euro, sagt der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen.

Er verwies auf die vollen Kassen bei der Krankenversicherung. Zur Budgetierung sagte Gassen, für begrenzte Geldmengen könne man nur begrenzte Leistung abfordern.

Für die rund 150.000 niedergelassenen Kassenärzte in Deutschland beginnen am Mittwoch die Honorarverhandlungen für 2015 mit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Bei der Anhebung der Vergütung sei das Gehalt eines Oberarztes ein Richtwert, erläuterte Gassen. Dieses liege derzeit bei 133.000 Euro im Jahr.

Damit Kassenärzte ebenfalls ein vergleichbares Einkommen erzielten, müssten insgesamt rund drei Milliarden Euro zusätzlich ins System gegeben werden. Gassen machte deutlich, dass man mit den Kassen über eine schrittweise Anpassung der Honorare sprechen wolle. Im vergangenen Jahr hatten die Kassenärzte und Psychotherapeuten bis zu 800 Millionen Euro mehr ausgehandelt.

bos/dpa

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1.
BerndBerndsen 18.08.2014
Und wieso muss ein niedergelassener Arzt das Gehalt eines Oberarztes haben? Als Oberarzt hat man Verantwortung für ganze Stationen oder Teilstationen mit mehreren Ärzten und etlichem Pflegepersonal. Das hat der niedergelasse Arzt nicht. Der hat i.d.R. seine drei Arzthelferinnen und fertig. Wenn ich mir unseren Arzt im Dorf angucke: Da gehen die Leute hin, wenn sie einen gelben Schein brauchen. Wenn sie eine ernsthafte Erkrankung haben, würden sie niemals dahin gehen. Und, wenn doch, schickt er sie ohnehin direkt mit Überweisung weiter, wenn es etwas schlimmeres als ein Schnupfen ist. Ich glaube, dass was dieser "Mediziner" leistet, könnte ich mit einem 2-Monate-Crashkurs auch. Und der soll wie ein Oberarzt entlohnt werden?
2. Iss ja ne Frechheit!
egal 18.08.2014
Wenn man die Budgetgrenze gibt, dürfen Ärzte nicht mehr zwischen 30-50% der Patienten für ümme behandeln. Die Tatsache, dass in einer alternden Bevölkerung die Arztbesuche immer mehr werden, liegt ja auch zuvorderst daran, dass die Ärzte dringend immer mehr Menschen bei gleichem Budget behandeln wollen. Aber nu Ring frei für alle Ärztebasher, die schon einmal unfreundlich angegangen wurden, da sie nicht innerhalb von 5 Minuten dran waren, ihnen teuere Medikamente verweigert wurden, der Arzt keine 45 Minuten zeit hatte sich die esotherische Eigendiagnose anzuhören oder aber, weil die Schulmedizin ja eh nur eine Verschwörung darstellt und friedliches Teebeutelpudern, Hagebuttenstreicheln und "energiereiches Wasser" (= Homöopathie) ja eher besser für die Gesundheit und den Weltfrieden ist
3.
Vanillebär 18.08.2014
Öhm. Ja? Weil er die selbe Qualifikation hat - allein schon dies rechtfertigt die selbe Bezahlung ;-)
4. Niedergelassene Ärzte
andere Hobbys 18.08.2014
machen Umsätze und versteuern das, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. Angestellte Ärzte haben ein Gehalt( Brutto). Wie will man das vergleichen ??
5. Ja, sie haben es verdient
mfins 18.08.2014
wissen nie etwas genaues, ist noch unerforscht, man glaubt helfen zu können, in dem folgendes "Mittelchen" verschrieben wird.
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