Pleite von Air Berlin Lauda will offenbar mit Thomas Cook und Condor bieten

Neues im Bieterstreit um Air Berlin: Einem Medienbericht zufolge will Niki Lauda gemeinsam mit Thomas Cook und Condor ein Angebot für Teile der insolventen Airline und ihrer Tochter Niki abgeben.

Niki Lauda
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Im Bieterrennen um Teile der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin hat sich offenbar eine neue Allianz gebildet. Einem Bericht der österreichischen Zeitung "Kurier" zufolge will der frühere Rennfahrer Niki Lauda gemeinsam mit Thomas Cook und Condor für 38 Maschinen der Air Berlin und ihrer Tochter Niki ein Angebot abgeben.

Die Offerte in noch ungenannter Höhe will Lauda am Freitag beim Insolvenzverwalter abgeben, wie er im Gespräch mit der Zeitung ankündigte. Der Gründer und frühere Besitzer der Niki will 51 Prozent des Konsortiums übernehmen und ausschließlich touristische Ziele auf der Kurz- und Mittelstrecke anfliegen.

Die Condor-Mutter Thomas Cook Chart zeigen soll laut dem Bericht für eine gute Auslastung der Flugzeuge sorgen. Condor werde zumindest zu Beginn für die Abwicklung des Flugbetriebs benötigt.

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Air-Berlin-Insolvenz: Chronik eines Sinkflugs

Laut Nachrichtenagentur Reuters bestätigte eine Sprecherin Laudas den Zeitungsbericht. Ein Condor-Sprecher dementierte ihn nicht, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Man stehe weiterhin bereit, eine aktive Rolle bei der Restrukturierung der Air Berlin und der Niki zu spielen, erklärte der Sprecher demnach. Dabei werde man alle Optionen prüfen.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin Chart zeigen hatte vor vier Wochen Insolvenz angemeldet und verhandelt mit Lufthansa und weiteren Interessenten über einen Verkauf des Unternehmens beziehungsweise von Teilen davon. An diesem Freitag endet die Bieterfrist.

aar/dpa/Reuters

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janne2109 14.09.2017
1. für Teile
für Teile! Immer nur für Teile, es ist eine Schande! Eine Fluggesellschaft die nach Lufthansa zu den größten Beförderern im Luftverkehr Deutschlands gehörte, ---- ja leider gehörte. Denn das was jetzt befördert wird ist ein Witz. Hat sich mal jemand überlegt mit was für Ängsten und Sorgen das Personal täglich zur Arbeit geht? Nein - hat sich niemand, der Bürger meckert nur wenn Flüge ausfallen, ist er doch immer so fein durch die Gegend geflogen zu sehr günstigen Preisen.
thomas0815-1 14.09.2017
2. Es gibt durchaus
Interessenten die für die gesamte Airline bieten. Die sind aber "nicht erwünscht" , da AB (oder wie immer die der Nachfolger heißen würde) dann ein ernstzunehmender Wettbewerber für LH / EW sein würde. Für die "AB ist nicht lebensfähig" Diskutanten: richtig, in der jetzigen Ausrichtung, dem Schuldenberg und den Kosten nicht. 1. muss geändert werden, 2. ein Neuanfang nach Insolvenz beginnt ohne Schulden, 3. Die Kosten müssen gesenkt werden, aber MIT den Mitarbeitern und nicht gegen diese. Dann kann es klappen. Aber wie schon geschrieben, das ist nicht erwünscht (von wem, warum und weshalb - das wurde bereits ausführlich dargestellt).
INGXXL 14.09.2017
3. Im ganzen ist Air Berlin nicht überlebensfähig!
Managementfehler hin und her. Ohne Aufteilung wird es nicht gehen. Chapter an Thomas Cook macht doch Sinn, Condor gehört doch dazu. Den Rest an LH und Easy Jet. Das würde wirtschaftlich Sinn machen. Das Personal mit dem hohen Lohnniveau wird keiner übernehmen. Der werden Abstriche gemacht werden müssen. Die Verwaltung und auch der Vorstand sind überflüssig. Müssen neue Jobs suchen mussten andere auch schon.
Lisa345 14.09.2017
4. Unlängst bekannt ...
... Es sollte doch nun unlängst bekannt sein, dass die Air Berlin als Ganzes über Jahre hinweg nicht funktioniert hat, Was soll immer dieses Personalgejammer? Das Personal wird doch auch weiterhin gebraucht nur eben bei den Firmen, die am Ende den Zuschlag bekommen und natürlich auch zu den Konditionen, das sollte selbstverständlich sein, auch wenn das die teuren LTU-Piloten nicht akzeptieren können. Wer glaubt, dass Air Berlin nach den letzten Aktionen noch im Ganzen zu retten ist, wird sich täuschen, die Kunden haben kein Vertrauen mehr in die Marke.
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