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Herber Gewinneinbruch: Air Berlin plant neues Sparprogramm

Air-Berlin-Maschinen in Tegel (Archivbild): Preiskampf Zur Großansicht
dapd

Air-Berlin-Maschinen in Tegel (Archivbild): Preiskampf

Schlechte Zahlen machen Air Berlin zu schaffen. Der operative Gewinn sinkt um mehr als ein Drittel auf 75 Millionen Euro. Nun will die Fluglinie ein neues Sparprogramm auflegen.

Berlin/London - Die deutsche Fluggesellschaft Air Berlin steckt wegen eines übereilten Expansionskurses tief in der Krise. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen nur einmal Gewinne geschrieben. Jetzt kommt es noch dicker: Im dritten Quartal sank der operative Gewinn (Ebit) von Air Berlin um mehr als ein Drittel auf 75 Millionen Euro. Unter dem Strich stand mit knapp 50 Millionen Euro weniger als halb so viel Gewinn wie ein Jahr zuvor (101 Millionen Euro).

In der Reisezeit von Juli bis September machte der Preiskampf bei den Flugtickets Air Berlin schwer zu schaffen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Nach dem herben Gewinneinbruch will die Fluggesellschaft ein weiteres Sparprogramm auflegen. Bis 2016 soll sich das Ergebnis dadurch um weitere 400 Millionen Euro verbessern, kündigte der Konzern an.

In den vergangenen Monaten strich die Fluggesellschaft 900 Stellen. Erst Ende Oktober hatte Air Berlin angekündigt, weitere 200 Jobs zu kürzen. Diese "punktuelle Personalanpassung" in der Verwaltung und am Boden hatte der bisherige Konzernchef Wolfgang Prock-Schauer in einer internen Mitarbeiterzeitung angekündigt. Die Stellen sollen im Jahr 2015 ohne Kündigungen eingespart werden. Der neuerliche Jobabbau ist Teil des jüngsten Sanierungsprogramms, dessen Details zusammen mit der Zwischenbilanz am Donnerstag vorgestellt werden sollen.

Anfang November hatte Air Berlin Chart zeigen zudem mit einem überraschenden Führungswechsel für Aufsehen gesorgt: Der Österreicher Prock-Schauer geht zum 1. Februar 2015. Nachfolger wird der frühere Lufthansa-Manager Stefan Pichler, der zuletzt die Fidji Airways führte. Prock-Schauer bleibt bei Air Berlin. Er verlässt den Verwaltungsrat, wird aber im Vorstand wieder den Posten des Chefstrategen übernehmen. Er hatte im Januar 2013 den jetzigen Berliner Flughafenchef Hartmut Mehdornabgelöst.

bos/dpa/Reuters

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insgesamt 13 Beiträge
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1.
Benjowi 12.11.2014
Einer der durchschlagenden "Erfolge" der unsinnigen Ticketsteuer der deutschen Regierung, die speziell die Air Berlin mit ihrer preissensiblen Kundschaft schwer in Mitleidenschaft gezogen hat. Diese Entwicklung war ganz klar vorhergesagt worden.
2. Gibt es keine Jüngeren?
#Nachgedacht 12.11.2014
Es geht um die Zukunft und statt jüngeren das Ruder in die Hand zu geben kommen die Alten nimmersatten und machen alles wie immer und damit kaputt!!! Schickt Mehdorn und Co. in Rente, dann funktioniert auch der Arbeitsmarkt wieder besser und es hängen nicht 2 Generationen in der Warteschlange weil eine einfach nicht abdanken kann. #Nachgedacht
3. Die Oberpfeife ist zurück!
Herbi1963 12.11.2014
Pichler! Mit seinem weltfremden Plänen hat er die Condor fast eliminiert, jetzt wird er der Air Berlin den Rest geben. Mir tun die gebeutelten Air Berliner / LTUler jetzt schon von Herzen leid!
4. Die Oberpfeife ist zurück!
Herbi1963 12.11.2014
Pichler! Mit seinem weltfremden Plänen hat er die Condor fast eliminiert, jetzt wird er der Air Berlin den Rest geben. Mir tun die gebeutelten Air Berliner / LTUler jetzt schon von Herzen leid!
5. Warum sparen, um sich beim Gast noch unbeliebter zu machen?
jontev 13.11.2014
Beinfreiheit, das kleine Essen genießen zu können, ohne das der Vordergast sich beim zurücklegen seines Sitzes mir meine Cola/Rotwein über meine Hose schüttet. Umweltbonus sammeln auf kosten des Fluggastes, aber irgendwann kann ich bei meiner Körpergröße nicht mehr meine Knie zwischen meinen und dem vorderen Sitz bekommen. Inzwischen suche ich meine Reiseziele nach Flugbetreiber aus und da ist AB ganz weit hinten.
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