Air-Berlin-Pleite SBC übernimmt Schweizer Fluggesellschaft Belair

Im Zuge der Air-Berlin-Insolvenz stellte Belair den Flugbetrieb ein. Doch schon bald sollen ihre Maschinen wieder fliegen. Eine deutsche Beteiligungsgesellschaft ist neue Eigentümerin der Schweizer Airline.

Belair-Maschine in Zürich (Archivfoto)
AP/ Keystone

Belair-Maschine in Zürich (Archivfoto)


Die Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft SBC übernimmt nach eigenen Angaben die schweizerische Belair Airlines aus der Insolvenz von Air Berlin. Der Flugbetrieb solle baldmöglichst wieder aufgenommen werden, Gespräche mit potenziellen Auftraggebern liefen bereits, teilte die auf Sanierung und Restrukturierung spezialisierte Beratungsgesellschaft aus Düsseldorf mit. Von Air Berlin war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Bereits im Herbst 2017 stand die SBC demnach in Gesprächen mit der Insolvenzverwaltung von Air Berlin, um Belair zu übernehmen. Damals seien die Verhandlungen gescheitert aus "insolvenzrechtlichen Gründen". Nach erneuten Gesprächen unter "geänderten Rahmenbedingungen" sei nun eine Einigung erzielt worden. Diese sei Grundlage dafür, den Geschäftsbetrieb von Belair baldmöglichst wiederaufzunehmen, hieß es.

Belair hatte im Zuge der Insolvenz von Air Berlin Ende Oktober den Flugbetrieb eingestellt. Den rund 200 Beschäftigten wurde gekündigt. SBC hat sie dazu aufgerufen, sich per E-Mail zu melden, wenn sie Interesse daran hätten, an ihren ehemaligen Arbeitsplatz zurückzukehren. Viele Piloten wurden allerdings inzwischen von der Swiss übernommen.

Unter welcher Marke und zu welchem Zeitpunkt das Unternehmen am Markt aktiv werde, stehe noch nicht fest. Das operative Management werde in Kooperation mit der Inavia Aviation Consultants erfolgen.

Für den Flugbetrieb müssten die Genehmigungen bei den schweizerischen Behörden noch eingeholt werden. SBC und Inavia seien in Gesprächen mit potenziellen Auftraggebern aus Europa. Angestrebt werde, im Sommer 2018 wieder zu fliegen.

asa/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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quark2@mailinator.com 16.01.2018
1.
Wäre besser gewesen, man hätte das jemandem anders überlassen. Die Schweizer müssen sich ja von DE verfolgt fühlen, nachdem "wir" dauernd deren Airlines übernehmen :-). Ein Elend damals mit der Swiss-Air.
spaceagency 16.01.2018
2. quark - kein Problem
solange investiert wird. Der Swiss geht es besser unter Lufthansa und der Lufthansa geht es besser mit Swiss. Also win win....was wir nicht mögen ist anderer Gestalt
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