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Boeing 747-8: US-Präsident bekommt neue Air Force One

Nach 30 Jahren erhält der US-Präsident ein neues Dienstflugzeug: einen Jumbojet von Boeing. Die Lufthansa fliegt das Modell 747-8 schon seit 2012 - allerdings müssen sich bei diesen Flügen fast 500 Menschen die Maschine teilen.

REUTERS

Washington - Sie ist bei Staatsbesuchen stets im Bild, bietet Stoff für Hollywood-Filme und ist das fliegende Büro des US-Präsidenten: Die Air Force One ist eines der bekanntesten Flugzeuge der Welt. Doch die aktuelle Maschine ist schon fast 30 Jahre alt. Seit vergangenem Sommer ist bekannt, dass die US-Luftwaffe ein neues Modell anschaffen will. Nun ist die Entscheidung gefallen: Der US-Präsident wird künftig in einer Boeing 747-8 fliegen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Einen Langstreckenjet dieses Typs hatte im Mai 2012 die Lufthansa als erste Fluggesellschaft ausgeliefert bekommen. Der Listenpreis des Großraumjets lag damals bei 317,5 Millionen Dollar.

Mit einer Rumpflänge von 76,3 Metern übertrifft die 747-8 den Airbus A340-600 um knapp einen Meter und den Airbus A380 um vier Meter. Das Boeing-Flagschiff kann bis zu 600 Passagiere aufnehmen, die Lufthansa nimmt bis zu 454 Passagiere mit - viel Platz also für einen Staatschef samt Gefolge.

Die Air Force One dürfte aber vermutlich nicht vor 2018 ausgeliefert werden. Boeing hat gerade erst angekündigt, die Produktion des Fliegers zu drosseln: statt 1,5 Maschinen pro Monat sollen nur noch 1,3 Maschinen fertiggestellt werden.

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Neue Air Force One: Ein Jumbojet für den US-Präsidenten
Für Boeing ist es der zweite große Auftrag in diesem Jahr: Der Konzern soll ab 2017 bemannte Raumflüge für die Nasa durchführen. Der Verkauf des Jumbojets an die US-Luftwaffe dürfte das Unternehmen nun weiter beflügeln: Die Firma hat schon 2014 einen Rekordumsatz erzielt. Unter dem Strich verdiente der Konzern im abgelaufenen Quartal mit 1,47 Milliarden Dollar 19 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Analysten hatten etwas weniger erwartet. Auch der Umsatzanstieg von drei Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar lag über den Erwartungen.

Dieses Jahr sollen 750 bis 755 Jets an Kunden gehen. 2014 waren es 723 Maschinen, im Jahr davor 648. Damit hatte Boeing zuletzt vor Airbus gelegen. Der Rivale aus Europa hatte 1456 Bestellungen für 2014 gemeldet - 24 mehr als Boeing. Für den Bau der Air Force One hatte sich der europäische Konkurrent nicht beworben.

vet/Reuters

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insgesamt 72 Beiträge
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1. verstaendlich !
ILLOO 29.01.2015
muss ja die ganze bande von CIA ,NSA ,usw. mitfliegen
2. Sehr, sehr ungenau
manschu 29.01.2015
Wenn man so einen Artikel schreibt, sollte man doch zumindest Wikipedia überfliegen. Abgesehen davon, dass der Name eigentlich für jedes Flugzeug der Air Force mit dem Präsidenten an Bord gilt, gibt es z.B. mindestens zwei "Air Force One". Man könnte auch erwähnen, dass der Konkurrent Airbus seine Flieger nicht dafür hergibt, um die eigene Technologie zu schützen.
3. Einzig richtige Wahl
sucramotto 29.01.2015
Abgesehen davon, dass Airbus eh keine Chance auf den Auftrag gehabt hätte, ist es die richtige Wahl. Nicht nur ist Boeing nunmal ein amerikanisches Unternehmen (so wie die deutschen Regierungsspitzen eben Airbus fliegen, Merkel und Gauck fliegen A340), sondern die B747-8 auch der logische Nachfolger der alten 747-200. Mit der Airforce One verbindet man seit den 80ern eben eine B747 Jumbo Jet. Außerdem: Welcher amerikanische Präsident würde sich freiwillig in diesen potthässlichen wahlähnlichen A380 setzen wollen? ;-) Die 747-8 ist da mit Abstand schöner und eleganter. Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass sich auch amerikanische Airlines und andere für die 747-8 entscheiden, da sich die Passagierversion ja ähnlich schlecht verkauft wie der A380, deren Produktion ohne die Riesenaufträge von Emirates vielleicht schon wieder eingestellt werden müsste. Diese Vierstrahler sind in Zeiten der sparsamen Zweistrahler wie B777, B787, A330neo und seit neuestem A350 eben nicht mehr ganz zeitgemäß.
4. Jo
sanook 29.01.2015
1.3 Jets werden pro Monat fertig gestellt und somit im Jahr zwischen 750 und 755 Flugzeuge ausgeliefert.
5. In den USA
f14-tomcat 29.01.2015
gibt es viele Symbole die Freiheit und Demokratie repräsentieren. Aber nur eins trägt die Kraft der amerikanischen Ideale durch das ganze Land oder sogar um die ganze Welt. Sie ist ein Symbol für Macht und Geschwindigkeit und ein wichtiges Instrument der Politik. Sie ist ein Wunder der Top Secret Technologie und gleichzeitig ein Aushängeschild der Freiheit. Diese Maschine hat die Spielregeln der internationalen Diplomatie verändert. Sie ist ein Art mobiles Oval Office des amerikanischen Präsidenten. Ihre Flüge rund um die Erde haben die Geschichte eines halben Jahrhunderts mit geprägt. Sie hat den ersten Mann des wichtigsten Landes der Erde in nahezu jeden Winkel der Welt getragen. Sie hat den Präsidenten in der Stunde des Sieges gedient, in Zeiten des Krieges, einmal sogar bis in den Tod. Es ist jedoch kein spezielles Privileg dieser 747 die Air Force One zu sein, vielmehr wird jede Maschine der Air Force die der Präsident betritt, automatisch zur Air Force One. Die AF1 ist ein Mythos, eine Legende, sie ist ein Symbol dieses Landes, sowie das Weiße Haus das heiligste Zuhause dieses Landes ist. Sie ist eine Verkörperung, das lebende Symbol der Verfassung dieses freien Landes und all seiner Bewohner. Sie ist das Symbol des Präsidentenamtes, nicht des Präsidenten, sondern seines Amtes.
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