Bis zu 500.000 Euro Bußgeld Hamburg will gegen illegale Airbnb-Vermietung vorgehen

Die Stadt Hamburg verschärft ihr Wohnraumschutzgesetz und will die Vermietung über Portale wie Airbnb einschränken. In Zukunft drohen dafür Strafen in Höhe von bis zu einer halben Million Euro.

Wohnhäuser im Hamburg
DPA

Wohnhäuser im Hamburg


Auf Hamburger Wohnungseigentümer, die ihre Wohnung unerlaubt über Portale wie Airbnb untervermieten, könnten in Zukunft deutlich höhere Strafen zukommen: Der Hamburger Senat hat die Verschärfung des Wohnraumschutzgesetzes beschlossen. Das berichtete der NDR.

Demnach sollen Privatwohnungen nur noch vermietet werden können, wenn sie registriert sind und eine Wohnraumschutznummer haben. Außerdem sollen sie nur maximal zwei statt sechs Monate kommerziell vermietet werden dürfen. Das Bußgeld steige von 50.000 auf bis zu 500.000 Euro.

Gesetz soll 2019 in Kraft treten

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) stellten die neuen Regeln vor, dabei handele es sich ihnen zufolge um eine bundesweit einmalige Idee. Laut Tschentscher geht es laut NDR nicht darum, "Krieg gegen Airbnb" zu führen. Niemand habe etwas gegen Untervermietung, "aber wir haben etwas dagegen, dass Wohnraum missbraucht wird". Es dürfe nicht passieren, dass Wohnraum entzogen wird, den die Bewohnerinnen und Bewohner Hamburgs dringend benötigten.

 Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt
DPA

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt

Das Gesetz soll Anfang kommenden Jahres in Kraft treten. Laut NDR steht dafür noch die Zustimmung der Hamburger Bürgerschaft aus.

In einer Stellungnahme soll das Onlineportal Airbnb die Pläne als unverhältnismäßig bezeichnet haben. Dem NDR zufolge schrieb das Unternehmen, dass sie den "Hamburger Bürgern, die gelegentlich ihr Zuhause vermieten und am Tourismus teilhaben wollen, schaden".

cop

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