Medienbericht Airbnb schafft erstmals Jahresgewinn

Airbnb macht Hotels weltweit seit Jahren Konkurrenz. Im vergangenen Jahr war das Zimmervermittlungsportal einem Bericht zufolge nun erstmals profitabel - und hat damit Start-ups wie Uber einiges voraus.

Berliner Niederlassung von Airbnb
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Berliner Niederlassung von Airbnb


Der Apartment-Vermittler Airbnb ist umstritten. Nun hat das Start-up einem Zeitungsbericht zufolge erstmals in seiner Firmengeschichte ein Geschäftsjahr mit Gewinn abgeschlossen. Das 2008 gegründete Unternehmen habe 2017 vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen rund 100 Millionen Dollar (81 Mio Euro) verdient, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf einen Insider. Die Buchungen seien um 150 Prozent gestiegen, der Umsatz habe über 3,5 Milliarden Dollar erreicht.

Bei der letzten Finanzierungsrunde wurde Airbnb im vergangenen Jahr von Investoren mit 30 Milliarden Dollar bewertet. Damit zählt das kalifornische Unternehmen zu den wertvollsten Start-ups, die noch nicht an der Börse sind. Während Airbnb schon seit dem zweiten Halbjahr 2016 schwarze Zahlen schreibt, machen etwa die ebenfalls noch privaten Fahrdienstvermittler Uber und Lyft hohe Verluste.

Die Firmen verbindet, dass sie zur sogenannten Sharing Economy zählen, die etablierte Branchen wie den Hotel- und Taxibetrieb durch Tech-Innovationen und gemeinschaftliche Nutzung von Dingen aufmischen. Die Geschäftsmodelle sind aber umstritten. Airbnb wird beispielsweise vorgeworfen, zur Verringerung von Wohnraum beizutragen oder verbotene gewerbliche Vermietung und ruhestörenden Andrang von Touristen in ruhigen Wohnvierteln zu fördern.

asc/dpa



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