Stellenabbau bei Airbus Konzernchef Enders schließt Kündigungen nicht aus

Beim Abbau von fast 1200 Arbeitsplätzen bei Airbus könnte es zu Entlassungen kommen. Konzernchef Enders schloss das in einem Interview nicht aus. In Deutschland sollen mehr als 400 Stellen wegfallen.

Airbus-Chef Enders (Archiv)
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Vorstandschef Tom Enders baut Airbus Chart zeigen um und schließt für den bereits angekündigten Abbau von fast 1200 Stellen auch Entlassungen nicht aus. Er könne nicht garantieren, dass es keine Kündigungen geben werde, sagte der Chef des europäischen Luftfahrt- und Raumfahrtkonzerns in einem Interview der französischen Zeitung "Le Figaro".

Bei der Umstrukturierung soll das Management der Passagierjet-Tochter mit der Leitung des Dachkonzerns zusammengeführt werden. Anfang vergangener Woche hatte Airbus angekündigt, in diesem Zusammenhang 1164 Stellen abzubauen, davon 429 in Deutschland. Vor allem der Standort Ottobrunn bei München ist demnach betroffen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit derzeit gut 136.000 Mitarbeiter.

Trotz möglicher Kündigungen versprach Enders nun aber, Airbus werde alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um den Jobabbau abzufedern. Dazu zählten etwa Weiterbildung und interne Jobwechsel. Der Konzernchef verteidigte die Entscheidung gegen Kritik französischer Gewerkschaften. Diese hatten auf die prall gefüllten Auftragsbücher für Passagierjets verwiesen.

Airbus dürfe sich nicht auf seiner Position ausruhen, sagte Enders. Die Umstrukturierung "gibt uns die Mittel, uns auf den digitalen Umbau vorzubereiten und unseren Entscheidungsprozess schneller zu machen".

fdi/dpa



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caty24 05.12.2016
1. Wohl noch nichts von Anstand gehört
Das neue ungeschriebene Gesetz lautet nämlich: Wer Arbeitsplätze schafft bekommet Boni Wer die wieder abschafft gibt die Boni wieder zurück.
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