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Kooperation mit US-Konzern: Airbus plant neue Überschalljets für Geschäftsreisende 

Airbus-Mitarbeiter in Stade bei Hamburg (Archivbild): Neue Kooperation Zur Großansicht
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Airbus-Mitarbeiter in Stade bei Hamburg (Archivbild): Neue Kooperation

Geschäftsleute können beim Fliegen bald Zeit sparen. Nach dem Aus der Concorde will der Flugzeugbauer Airbus mit der US-Firma Aerion eine neue Überschallmaschine entwickeln. Geplanter Termin für den Jungfernflug ist 2019.

Toulouse - Airbus-Chef Thomas Enders will den Konzern auf das zivile Flugzeuggeschäft ausrichten. Jetzt startet das Unternehmen eine neue Kooperation: Die Airbus Group beteiligt sich an der Entwicklung eines Überschallflugzeugs für Geschäftsreisende. Dafür will der Konzern mit der US-amerikanischen Aerion Corporation zusammenarbeiten.

Aerion sieht laut Vorstandschef Robert Bass in der Kooperation einen "gewaltigen Schritt nach vorn". Das Modell Aerion AS2 soll 2019 zu seinem Jungfernflug starten und 2021 die Zulassung erhalten.

Die Airbus Group will über ihre Rüstung- und Raumfahrtsparte Defense and Space zum Beispiel technische Führungskräfte zu Aerion nach Reno im US-Bundesstaat Nevada entsenden. Im Gegenzug soll Aerion der Airbus Group eigene Technologien für die Entwicklung für Hochleistungsflugzeuge zur Verfügung stellen.

In den USA arbeitet Spike Aerospace ebenfalls an einem Überschall-Passagierjet, der Supersonic Spike S-512. Das Flugzeug für 18 Passagiere könnte 2018 erstmals abheben. Die Flugzeit zwischen der US-Ostküste und Europa könnte sich damit von bisher sechs bis sieben Stunden auf drei bis vier Stunden verkürzen.

Der französische Airbus-Vorläufer Aérospatiale hatte auch die Concorde mitentwickelt. Die teure, laute und verlustreiche Überschallmaschine flog bis 2003: Seit der Einstellung des Linienbetriebs der Concorde gibt es weltweit keine Passagierbeförderung mit Überschallmaschinen mehr. Beim Absturz einer Concorde im Juli 2000 kamen 113 Menschen ums Leben.

bos/dpa

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1. ? ? ?
stoiker1.9 22.09.2014
Wie wäre es denn, sich mal auf den Auftrag über Grossraum-Transportflugzeuge zu konzentrieren? Wann war doch gleich die erste Auslieferung zugesagt? :-)
2. Grossraumflugzeuge?
merkur08 22.09.2014
Zitat von stoiker1.9Wie wäre es denn, sich mal auf den Auftrag über Grossraum-Transportflugzeuge zu konzentrieren? Wann war doch gleich die erste Auslieferung zugesagt? :-)
Die A400M ist kein Großraumflugzeug, wenn sie diese Maschine meinen. Aber stimmt. Die Antonow ist etwas ins Alter gekommen. Allerdings bietet Boeing meines Wissens die neue B747 auch als Frachtversion an. Für die A380 kamen in diesem Bereich zu wenig Aufträge. Aber stimmt schon. Wenn man die Transallmaschinen sieht, dankt man auch wozu man das viele Geld für die Entwicklung der A4000M ausgegeben hat.
3. Unsinn Sowas
5b- 23.09.2014
Wenn man dann doppelt so schnell fliegt, zahlt man dann den zweifachen oder den vierfachen Preis? Ach, vielleicht wird's auch zehnmal so viel wie für . . . ein Economy/Business-class/Erste Klasse Ticket. Man sollte das doch lieber sein lassen besonders da ein Sieben-Stunden Flug ja auch nur gerade so mittelmäßig lang ist. Da geht's dann wieder nur um's Prestige und die Firmen müssen mehr Geld für Überschallflüge zahlen, welches sie sich wiederum bei ihren Kunden holen werden.
4. Hm...
nixkapital 23.09.2014
Ob Airbus da im Trend liegt? Eigentlich ist doch Entschleunigung angesagt... Aber ich vermute, das wird nicht ein "Geschäftsflieger" sondern vor allen Dingen ein Statussymbol.
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EADS
Der Konzern
Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) wurde 2000 gegründet. EADS ist der größte Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern in Europa und der zweitgrößte Branchenvertreter der Welt. Das Unternehmen setzt gut 40 Milliarden Euro pro Jahr um und beschäftigt fast 120.000 Mitarbeiter.
Die Geschäftsfelder
Rund drei Viertel seines Umsatzes erzielt EADS mit dem Flugzeughersteller Airbus, der sowohl zivile (unter anderem A 380) als auch militärische (A400M) Modelle im Angebot hat. Der restliche Umsatz verteilt sich auf das Geschäft mit Hubschraubern ("Eurocopter"), die Raumfahrt ("Astrium") sowie die Produktion von Eurofigthern und Co.
Der Chef
Seit Juni 2012 steht der Deutschen Thomas Enders an der Spitze von EADS. Zuvor hatte der Franzose Louis Gallois den Konzern geführt.


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