Jahreszahlen Airbus steigert Gewinn um fast 60 Prozent

Zivilflieger stützen Militärflugzeuge: So ein gutes Ergebnis hatten selbst Analysten Airbus nicht zugetraut. Der Erfolg der Passagier-Sparte überstahlt die Probleme im Rüstungsbereich. Anleger können mit einer Rekorddividende rechnen.

Militärtransporter A400M: Extrakosten durch die verzögerte Lieferung konnte Airbus durch Sondergewinne ausgleichen
AFP

Militärtransporter A400M: Extrakosten durch die verzögerte Lieferung konnte Airbus durch Sondergewinne ausgleichen


München - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat im vergangenen Jahr trotz teuren Ärgers mit dem Militärtransporter A400M so gut verdient wie nie zuvor. Vor allem gute Geschäfte mit den Verkehrsflugzeugen von Airbus ließen den Überschuss um 59 Prozent auf gut 2,3 Milliarden Euro steigen, wie der Konzern am Freitag in München mitteilte. Die Aktionäre können sich über eine Rekorddividende von 1,20 Euro je Anteil und die Aussicht auf weiter steigende Ausschüttungen freuen. In den ersten Handelsminuten legte die Airbus-Aktie Chart zeigen fast sechs Prozent zu und baute damit die jüngsten Kursgewinne aus.

Die hohen Extrakosten für den Militärtransporter A400M waren bereits erwartet worden, nachdem sich die Auslieferung der Maschinen für die deutsche Luftwaffe immer weiter verzögert hatte. Im vierten Quartal verbuchte Airbus nun Extrakosten von 551 Millionen Euro, Sondergewinne etwa aus dem Verkauf von Anteilen am französischen Luftfahrtkonzern Dassault glichen die Belastung aber praktisch aus.

Im operativen Geschäft schnitt der Airbus-Konzern sogar besser ab als von Analysten erwartet. Der Umsatz legte überraschend stark um fünf Prozent auf 60,7 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn (Ebit) wuchs um mehr als die Hälfte auf 4 Milliarden Euro. Treiber war dabei die Kernsparte, der Verkehrsflugzeugbauer Airbus. Sein Geschäft mit Passagier- und Frachtflugzeugen warf gut zwei Drittel mehr ab als ein Jahr zuvor. Auch die Hubschraubersparte Airbus Helicopters verdiente besser.

Militärsparte unter Druck

Die Rüstungs- und Raumfahrtsparte Airbus Defence & Space musste wegen der A400M-Probleme hingegen einen Gewinnrückgang um 38 Prozent verkraften. Der bisherige Militärflugzeug-Chef Domingo Ureña-Raso hatte aufgrund der Schwierigkeiten Ende Januar seinen Hut genommen.

Im laufenden Jahr will Vorstandschef Thomas Enders Umsatz und Gewinn weiter steigern. Auch die Dividende soll weiter wachsen, nachdem bereits die Ausschüttung für 2014 um 60 Prozent höher ausfällt als im Vorjahr.

In den kommenden Jahren sattelt Airbus noch stärker auf sein Geschäft mit den stark gefragten Mittelstreckenjets um. Ab Anfang 2017 sollen monatlich statt der bisherigen 42 Maschinen 50 Jets der A320-Modellfamilie fertig werden. Allerdings muss Airbus schon ab 2016 die Produktion des älteren Langstreckenmodells A330 von zehn auf sechs Maschinen pro Monat zurückfahren. Mit der Umstellung auf die spritsparende Neuauflage A330neo soll es dann knapp zwei Jahre später wieder nach oben gehen.

mik/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
volksauflauf 27.02.2015
1. Na das ist doch mal eine gute news.
Bei dem was an Kohle aus der BRD so dahin fliesst. By the way, sind da die Entscheidungsbeschleunigungszahlungen und Denkhilfen finanzieller Art an das BWB schon verrechnet oder gibt es die Marie erst später für die lieben Leutchen da ?
deuro 27.02.2015
2. Zivilflieger stützen Militärflugzeuge
Ist das dann also eine versteckte Quersubventionierung des Militärs durch die Allgemeinheit?
Badischer Revoluzzer 27.02.2015
3. 60 % Prozent Gewinn.
Da werden sich die Kunden aber Fragen stellen !
lies.das 27.02.2015
4. Good News are Bad News
Ich bin gespannt, wer von den kritischen Foristen jetzt wieder ein Haar in der Suppe findet, wenn Airbus Gewinne macht, Steuern bezahlt und obendrein auch noch den - von Steuergeldern bezahlten - "Airbus 400" quersubventioniert. Also nochmal dem Staat Kosten spart. Ich suche - nach Bad News!
bekmes 27.02.2015
5. 60% gewinnSTEIGERUNG
Der ebit liegt unter 10% des Umsatzes. Das sind normale, gute Zahlen, keine Abzocke. Die Kunden werden sich freuen das der Zulieferer gesund genug ist um sich auch um Garantie und Gewährleistung kümmern zu können.
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