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Airbus-Chef gegen Verteidigungsministerium: "So einen Vertrag unterschreiben wir nie wieder"

In einem Gutachten werden Airbus teure Fehler beim Militärtransporter A400M vorgeworfen. Jetzt weist Konzernchef Tom Enders die Kritik zurück - und macht seinem Ärger über das Verteidigungsministerium Luft.

Airbus-Chef Enders: "So einen Vertrag unterschreiben wir nie wieder" Zur Großansicht
AFP

Airbus-Chef Enders: "So einen Vertrag unterschreiben wir nie wieder"

Berlin - Airbus-Chef Tom Enders hat die Rüstungsbranche gegen Kritik der Bundesregierung verteidigt. Es werde der Sache nicht gerecht, "den Schwarzen Peter allein nur bei uns abzuladen", sagte der Manager in einem Interview des Magazins "Cicero". "Was wir heute sehen, ist das Ergebnis eines jahrelangen, unehrlichen Umgangs miteinander."

Die Rüstungsindustrie steht unter Druck, seit Experten in einem Gutachten massive Verzögerungen und Verteuerungen bei den neun größten Rüstungsprojekten der Bundeswehr festgestellt haben, darunter auch beim Militärtransporter A400M von Airbus. Das Gutachten wurde im Auftrag von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erstellt.

Enders sagte, sein Unternehmen habe beim A400M gut vier Milliarden Euro draufzahlen müssen. An den 175 Flugzeugen für europäische Kunden werde Airbus keinen Cent verdienen. Die Bundeswehr werde ihre A400M aller Voraussicht nach Ende November bekommen.

Der Manager kritisierte zudem die Strukturen und Arbeitsweise im Verteidigungsministerium in Berlin. Er kenne keine Rüstungsbürokratie, die risiko- und verantwortungsscheuer agiere als die deutsche.

Zugleich kündigte er Konsequenzen aus dem Fall an. "Wir werden uns nicht noch einmal in die Tasche lügen und von Regierungen zu Programmvereinbarungen drängen lassen, wenn die zugrunde liegenden Termine und Budgets von vorneherein unrealistisch sind", sagte er. "So einen Vertrag wie bei A400M unterschreiben wir nie wieder, so viel steht fest."

Das für die Bundesregierung erstellte Gutachten weist auf rund 140 Probleme und Risiken bei neun Großprojekten hin, die ein Volumen von 57 Milliarden Euro umfassen. Die Gutachter kritisierten auch, dass der Bund seine Verträge mit der Rüstungsindustrie schlecht vorbereite.

ssu/Reuters

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1. Fehler im Teaser
Rage-Guy 14.10.2014
Der A400M ist ein Turboprop-Transporter, kein "Jet" (Düsenflugzeug).
2.
sir.ivanhoe 14.10.2014
Der A400M ist eine Turboprop kein Jet.
3. Jet?
spon-facebook-1157101943 14.10.2014
Warum wird der A400M als Militärjet bezeichnet? Das Ding ist ein Transportflugzeug mit Turboprop (Propeller!!) Motoren!
4.
Machiavelli 14.10.2014
Lächerlich, hätte es in der freien Wirtschaft solche Verzögerungen gegeben, hätte Airbus noch Vertragsstaaten zahlen müssen. Stattdessen haben sie jetzt den Luxus keinen Verlust zu machen und auf die Welle der Kritik gegen das Verteidigungsministerium aufzuspringen... extrem unglaubwürdig! Und spon, der A400M ist kein "Jet". ;)
5. ja wirklich?
kloppskalli 14.10.2014
vielleicht sollte der Mann sofort seinen Hut nehmen, wenn er sich "in die Tasche gelogen" und sich zur unterschrift draengen lassen hat - sowas nennt sich top manager.. tz tz tz
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EADS
Der Konzern
Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) wurde 2000 gegründet. EADS ist der größte Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern in Europa und der zweitgrößte Branchenvertreter der Welt. Das Unternehmen setzt gut 40 Milliarden Euro pro Jahr um und beschäftigt fast 120.000 Mitarbeiter.
Die Geschäftsfelder
Rund drei Viertel seines Umsatzes erzielt EADS mit dem Flugzeughersteller Airbus, der sowohl zivile (unter anderem A 380) als auch militärische (A400M) Modelle im Angebot hat. Der restliche Umsatz verteilt sich auf das Geschäft mit Hubschraubern ("Eurocopter"), die Raumfahrt ("Astrium") sowie die Produktion von Eurofigthern und Co.
Der Chef
Seit Juni 2012 steht der Deutschen Thomas Enders an der Spitze von EADS. Zuvor hatte der Franzose Louis Gallois den Konzern geführt.


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