Elektronikspezialist Airbus trennt sich von ESG

Airbus verkauft seinen Anteil am bayerischen Elektronikspezialisten ESG. Die Trennung ist Teil einer Verschlankung des Rüstungskonzerns: Er will sich auf sein Kerngeschäft Luftfahrt konzentrieren.

Airbus-Chef Thomas Enders (Archiv): Trennungsprozess wird sich beschleunigen
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Airbus-Chef Thomas Enders (Archiv): Trennungsprozess wird sich beschleunigen


Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus Group gibt einen weiteren Randbereich seines Sicherheitsgeschäfts ab. Eine Münchner Beteiligungsgesellschaft soll den Elektroniksystem- und Logistikanbieter ESG aus Fürstenfeldbruck übernehmen, an dem Airbus mit 30 Prozent beteiligt ist. Das teilte ESG mit. Auch die bisherigen Mitgesellschafter Thales , Northrop Grumman und Rohde & Schwarz wollen ihre Anteile demnach veräußern. Hinter der Beteiligungsgesellschaft stehen Unternehmerfamilien aus dem deutschsprachigen Raum. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

ESG entwickelt und betreibt teils sicherheitsrelevante Elektronik und Computersysteme und bietet die zugehörige Beratung an. Mit 1600 Mitarbeitern arbeitet die Gesellschaft für Bundeswehr, Behörden und die Automobilbranche.

Airbus will sich im Rüstungssektor auf das Kerngeschäft konzentrieren: Alles was fliegt - so lautet das Credo. Und nur noch Technologien, in denen Airbus die Nummer eins oder zwei ist. Was nicht dazu passt, soll verkauft werden.

Ein Teil der Verkäufe ist bereits vollzogen. Airbus-Konzernchef Thomas Enders kündigte an, dass sich der Trennungsprozess im zweiten Halbjahr 2015 beschleunigen werde.

mka/dpa



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