Technische Schwierigkeiten Triebwerksprobleme verzögern Airbus-Auslieferungen

Airbus-Chef Enders will das Auslieferungsziel des Flugzeugherstellers einhalten - trotz Problemen bei den Triebwerken. Eine gute Nachricht erreichte die Hauptversammlung von Emirates.

Airbus-Fertigung (Archiv)
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Wegen Triebwerksproblemen rechnet der scheidende Airbus-Chef Tom Enders mit einer Verschiebung der Flugzeug-Auslieferungen Richtung Jahresende. Die Zielvorgabe soll dennoch eingehalten werden.

Bei den Triebwerkszulieferern Pratt & Whitney und CFM sei die Lage angespannt, sagte Enders auf der Hauptversammlung in Amsterdam. "Wir sind ziemlich zuversichtlich, dass sie ihre Ziele erfüllen können, aber das wird kein Spaziergang im Park." Airbus halte an seinem Ziel fest, in diesem Jahr rund 800 Flugzeuge auszuliefern.

Die beiden Zulieferer waren wegen technischer Schwierigkeiten mit der Turbinen-Auslieferung in Verzug geraten. Airbus hatte deshalb Branchenkreisen zufolge auch Pläne zur Überarbeitung des Kurz- und Mittelstreckenfliegers A320neo auf Eis gelegt.

Airbus will zudem die Übernahme von Bombardiers Mittelstrecken-Baureihe C-Serie schneller durchziehen als ursprünglich gedacht. Der Deal dürfte bis Mitte des Jahres vollzogen werden. Bei der Bekanntgabe der Pläne im vergangenen Oktober hatte Airbus noch einen Abschluss für die zweite Jahreshälfte 2018 in Aussicht gestellt. Airbus erweitert seine Produktpalette damit auf kleinere Passagierjets, ohne selbst Geld in die Entwicklung neuer Flugzeuge investieren zu müssen.

Die Hauptversammlung des Luft- und Raumfahrtkonzerns berief Ex-Telekom-Chef René Obermann neu in den Verwaltungsrat, wie das Unternehmen mitteilte. Das zwölfköpfige Gremium ist für den grundsätzlichen Kurs des Unternehmens verantwortlich und steuert auch die Suche nach dem Nachfolger von Enders, der in einem Jahr aus dem Amt scheidet. Insgesamt wurden drei Positionen neu besetzt und eine Verwaltungsrätin für drei Jahre im Amt bestätigt.

Emi rates stockt Bestellungen für A380 auf

Unterdessen kündigte einer der wichtigsten Kunden von Airbus eine Aufstockung seiner Bestellungen für dessen größten Flieger A380 an. Die arabische Fluggesellschaft Emirates teilte mit, sie werde die Kaufoptionen für 16 weitere A380-Maschinen in Anspruch nehmen.

"Wir werden sie eher früher als später ausüben", sagte Emirates-Präsident Tim Clark in Hamburg. Emirates hatte erst im Januar vorläufig 20 Exemplare dieses Typs bestellt und damit dessen Fortbestand im Airbus-Programm für ein weiteres Jahrzehnt gesichert.

Airbus-Verwaltungsratschef Denis Ranque bekräftigte auf der Hauptversammlung, er wolle bis zum Jahresende Enders' Nachfolge regeln. Konzernchef Enders, der in einer Korruptionsaffäre bei Airbus unter Druck geraten war, lässt seinen im April 2019 endenden Vertrag auslaufen und verzichtet auf eine dritte Amtszeit.

brt/Reuters/dpa

insgesamt 2 Beiträge
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INGXXL 12.04.2018
1. Ist doch sehr positiv, das
der A380 weiter gebaut werden kann. Nach Asien fliege ich gerne mit den Emirates ist deutlich billiger als mit LH und der Services ist besser
mullertomas989 12.04.2018
2. Der Marketing-Vorteil ist....
....dass man den A380 mit keiner Airline so sehr verbindet wie mit Emirates! Emirates = A380 stimmt ziemlich oft!
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