Konzernumbau Airbus verkauft weitere Anteile an Militärjet-Hersteller Dassault

Airbus treibt seinen Ausstieg beim französischen Kampfflugzeug-Hersteller Dassault voran. Mit dem Verkauf eines Aktienpakets schrumpft die Beteiligung von 42 auf 27 Prozent.

Dassault-Kampfjet Rafale: Airbus trennt sich von Anteilen
AFP

Dassault-Kampfjet Rafale: Airbus trennt sich von Anteilen


Toulouse - Airbus fährt seine Beteiligung an dem französischen Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen Dassault Aviation deutlich herunter. Der europäische Konzern trennt sich von einem weiteren Aktienpaket. Durch den Verkauf von 1,38 Millionen Aktien schrumpfe die Beteiligung an Dassault von 42 auf etwa 27 Prozent, teilte Airbus mit. Dem Schlusskurs vom Dienstag zufolge hat das Aktienpaket einen Wert von rund 1,7 Milliarden Euro.

Der Airbus-Konzern hatte sich bereits 2014 mit Gewinn von einem Teil seiner Dassault-Anteile getrennt. Damals wurden 810.000 Aktien verkauft. Airbus nahm dadurch fast 800 Millionen Euro ein.

Dassault Aviation baut vorwiegend Militärjets und kleinere Geschäftsflugzeuge. Airbus treibt mit dem schrittweisen Ausstieg bei dem Unternehmen seine künftige Strategie voran. Airbus-Chef Thomas Enders will sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Dies bedeutet eine Reduzierung des Rüstungsgeschäfts. Eine größere Rolle soll in Zukunft das zivile Flugzeuggeschäft spielen.

Anfang 2014 hatte sich EADS in Airbus Group Chart zeigen umbenannt. Gleichzeitig wurde die Rüstungstochter Cassidian mit dem Raumfahrtgeschäft Astrium zusammengelegt. Durch die Umstrukturierung sollen auch Kosten eingespart werden, etwa in der Verwaltung.

mmq/dpa



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