Aktie bricht ein Krisenanwalt heuert bei Goldman Sachs an

In besonders harten Fällen kommt er zum Zug: Der erfahrene Top-Anwalt Reid Weingarten soll Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein in dem Verfahren gegen die US-Behörden verteidigen. Die Anleger reagierten prompt auf die Nachricht - und ließen die Aktie deutlich fallen.

Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein muss sich gegenüber den US-Behörden verantworten.
REUTERS

Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein muss sich gegenüber den US-Behörden verantworten.


Hamburg - Lloyd Blankfein, Chef der US-Großbank Goldman Sachs Chart zeigen, hat sich im Rechtsstreit mit der US-Justiz einen Top-Verteidiger mit an Bord geholt: Reid Weingarten von der Washingtoner Kanzlei Steptoe & Johnson soll Blankfein verteidigen. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zu Dienstag. Goldman Sachs hatte zuvor bestätigt, dass Mitarbeiter sich wegen Ermittlungen der Behörden juristische Unterstützung geholt hätten. Blankfein und andere Top-Manager des Bankriesen müssen sich dem Vorwurf des Justizministeriums stellen, mit ihrem Verhalten die weltweite Finanzkrise mit ausgelöst zu haben.

Weingarten ist als Spitzenanwalt bekannt, der schon viele harte Fälle geknackt hat: So vertrat er mehrere Manager, die für ihr Fehlverhalten vor Gericht standen, darunter den ehemaligen WorldCom-Chef Bernard Ebbers und einen Manager des pleitegegangenen US-Energieunternehmens Enron. Laut Wall Street Journal stand Weingarten am Montag für einen Kommentar zu seinem neuen Klienten nicht zur Verfügung.

Im Juli vergangenen Jahres hatte Goldman Sachs eine Rekordstrafe in Höhe von 550 Millionen Dollar auf sich genommen, um eine Betrugsklage der Börsenaufsicht SEC aus der Welt zu schaffen. Es war die höchste Strafe gewesen, die die SEC je verhängt hatte. Im April hieß es in einem Bericht des Ermittlungsausschusses des Senats, Goldman Sachs habe seine Klienten und den Kongress "irregeführt". Nachdem am Montag die Nachricht um das Engagement von Verteidiger Weingarten bekanntgegeben worden war, brach der Kurs der Goldman-Aktien kurz vor Börsenschluss ein: Die Aktie schloss mit einem Minus von 4,7 Prozent bei 106,51 Dollar.

kpa/Reuters/AP



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insgesamt 2 Beiträge
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Mueller-Luedenscheid 23.08.2011
1. waren das nicht die
die Griechenland ins "Europaradies" "geholfen" haben?
peterhausdoerfer 23.08.2011
2. Europas Steuerzahler danken Hr. Blankfein von ganzem Herzen
Zitat von Mueller-Luedenscheiddie Griechenland ins "Europaradies" "geholfen" haben?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,676346,00.html Ich glaube wenn das mit den USA passiert wäre hätten die die Navy Seals oder eine Drone losgeschickt. Zu Goldman Sachs passt das Lied "wall street shuffle" ; "Bet you´d sell your mother, you can always buy another..."
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