Aktienverkäufe: Facebook-Manager machen Kasse

Sie verdienen satte Summen mit Aktienverkäufen. Mehrere Spitzenmanager von Facebook haben im großen Stil Anteilsscheine abgestoßen, darunter auch Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Sie trennte sich von Papieren im Wert von fast siebeneinhalb Millionen Dollar.

Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg: Warum verkaufen die Top-Manager? Zur Großansicht
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Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg: Warum verkaufen die Top-Manager?

New York - Gleich mehrere ranghohe Manager des sozialen Netzwerks Facebook Chart zeigen haben in den vergangenen Tagen Aktien ihres Unternehmens verkauft. Allein die Geschäftsführerin Sheryl Sandberg verkaufte nach Angaben der US-Börsenaufsicht SEC Anteile im Wert von 7,44 Millionen Dollar. Sandberg veräußerte demnach am Mittwoch 339.512 Papiere zum Preis von je 21,09 Dollar und 13.392 Aktien zum Preis von je 20,79 Dollar. Sie hält weiterhin rund 18 Millionen Scheine.

Damit trennte sich Sandberg, die bei Facebook für das Tagesgeschäft zuständig ist und neben Gründer Mark Zuckerberg als treibende Kraft hinter dem Geschäftsmodell gilt, allerdings nur von weniger als zwei Prozent ihrer aktuellen Beteiligung.

Andere Top-Manager stießen mehr von ihrem Anteil ab. So verkaufte Chefbuchhalter David Spillane 256.000 Aktien für knapp 5,4 Millionen Dollar. Das sind gut 60 Prozent seiner zuletzt erhaltenen Aktien - und immerhin mehr als ein Viertel von allen Anteilen, die er zusammen mit noch ausstehenden Aktienoptionen bekommen soll, wie das Blog "TechCrunch" ausrechnete.

Großverkäufe könnten Investoren verunsichern

Ein so groß angelegter Verkauf eines Finanz-Managers mit Insider-Wissen zum aktuellen niedrigen Preis könnte die Investoren weiter verunsichern. Chefjurist Ted Ullyot wurde gut 149.000 Aktien für rund drei Millionen Dollar los. Es war gut ein Zehntel seines jüngst erhaltenen Anteils.

Vor wenigen Tagen waren die Haltefristen für rund 200 Millionen Facebook-Aktien ausgelaufen. Was dabei Facebook-Manager mit ihren Anteilen machen, wird am Markt besonders aufmerksam beobachtet - schließlich wissen sie mehr über den Zustand des Geschäfts.

Der Facebook-Börsengang am 18. Mai war eine der größten Neuemissionen aller Zeiten. Für Anleger wurde die Aktie aber zur Enttäuschung, weil sie seither stark an Wert verlor - der Schlusskurs am Freitag lag bei 21,18 Dollar - nach einem Ausgabekurs von 38 Dollar.

Facebook hat nach eigenen Angaben mehr als 950 Millionen aktive Nutzer und ist das größte soziale Netzwerk der Welt. Kritiker bemängeln jedoch das Fehlen eines überzeugenden Geschäftsmodells.

nck/dpa

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insgesamt 32 Beiträge
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1.
renee gelduin 03.11.2012
Da die Aktien nicht unwesentlicher Bestandteil eines Vergütungsmodells sind möge der Autor doch bitte mal erklären wie man denn "satte Summen"/"Kasse machen"/etc. kann wenn man eben jene Anteile für 20 statt 38 Dollar verkauft... Was ist eigentlich die Intention des Artikels?
2. Die Ratten...
cleteu 03.11.2012
verlassen bekanntlich ja als erstes das Schiff
3. facebook, das neue myspace
rondon 03.11.2012
facebook ist am Ende...weiter geht´s im openSource-Netzwerk Diaspora*: DIASPORA* (http://www.freitag.de/autoren/the-babyshambler/ueber-den-sinn-und-unsinn-a-sozialer-netzwerke) Ohnehin das bessere System...
4. Großverkäufe könnten Investoren verunsichern
doytom 03.11.2012
Zitat von sysopGroßverkäufe könnten Investoren verunsichern Aktienverkäufe: Facebook-Manager machen Kasse - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aktienverkaeufe-facebook-manager-machen-kasse-a-865135.html)
Facebook-Aktie seit Beginn auf Tauchfahrt. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff?
5. Optional
MartinK. 03.11.2012
Zitat von sysopSie verdienen satte Summen mit Aktienverkäufen. Mehrere Spitzenmanager von Facebook haben im großen Stil Anteilsscheine abgestoßen, darunter auch Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Sie trennte sich von Papieren im Wert von fast siebeneinhalb Millionen Dollar. Aktienverkäufe: Facebook-Manager machen Kasse - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aktienverkaeufe-facebook-manager-machen-kasse-a-865135.html)
Was ich mich bei solchen Meldungen immer frage ist: Wer kauft den Schrott und warum? Von ner Aktie die in so kurzer Zeit dermaßen abgesackt ist lass ich doch die Finger weil sie eh nimmer hoch geht. Und um Aktien zu verkaufen muss es ja schliesslich nen Käufer geben oder versteh ich was falsch?
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Die zehn größten Börsengänge der Welt
Rang Firma Jahr Volumen in Mrd Dollar Land
1. General Motors 2010 23,1* USA
2. AgBank 2010 22,1 China
3. AIA (Versiche- rer) 2010 22,0 Hongkong
4. ICBC (Bank) 2006 21,97 China
5. Visa (Kredit- karten) 2008 19,65 USA
6. NTT Mobile 1998 18,05 Japan
7. Enel (Energie) 1999 16,59 Italien
8. Facebook 2012 16,01** USA
9. NTT (Telekom) 1986 13,75 Japan
10. Deutsche Telekom 1996 12,49 Deutschland
* Bei Addition der Stamm- und Vorzugsaktien; ** Bei Verkaufspreis am oberen Ende der Spanne; Quelle Reuters