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Aktionärsabstimmungen: Glencore und Xstrata besiegeln Fusion

Jetzt ist es amtlich: In der Schweiz entsteht ein neuer Rohstoffgigant. Die Aktionäre der Konzerne Glencore und Xstrata stimmten mit großer Mehrheit für die Fusion. Nur die Behörden müssen den Deal noch absegnen.

London/Zug - Die Aktionäre der beiden Schweizer Rohstoff-Konzerne Glencore und Xstrata haben am Dienstag mit großer Mehrheit für eine Fusion gestimmt. In Zug nahe Zürich billigten zunächst die Besitzer von Glencore mit 99,42 Prozent der Stimmen die Verschmelzung mit Xstrata. Die Eigentümer von Xstrata Chart zeigen wiederum, versammelt in Zug und in London, befürworteten die Fusion mit knapp 79 Prozent der Stimmen.

Zugleich lehnten die Xstrata-Aktionäre aber üppige Bonuszahlungen für zahlreiche Manager mit großer Mehrheit ab. Xstrata-Chairman John Bond, der auch im fusionierten Konzern eine wichtige Rolle spielen sollte, kündigte daraufhin seinen Rückzug an.

Der geplante Zusammenschluss der beiden in der Schweiz ansässigen und international tätigen Konzerne ist der größte in der Branche seit 2007. Die Fusion muss noch von der EU-Kommission gebilligt werden. Auch die Wettbewerbsbehörden in Südafrika und in China müssen einwilligen. Beide Länder sind die wichtigsten Märkte für die beiden Unternehmen.

Durch die Fusion soll ein neuer Rohstoffgigant mit einem Börsenwert von rund 90 Milliarden Dollar entstehen, bei dem von der Förderung über die Verarbeitung, Lagerung und den Transport bis hin zu Vermarktung und Verkauf alles in einer Hand ist. Der Name des neuen Unternehmens soll Glencore-Xstrata sein.

Die Aktionäre hatten eigentlich schon Anfang September abstimmen sollen. Einflussreiche Anteilseigner von Xstrata - angeführt vom staatlichen Fonds Qatar Holding - hatten aber Widerstand geleistet und bessere Konditionen verlangt. Sie setzten sich durch: Für jeden Anteilsschein bekommen die Xstrata-Aktionäre 3,05 Anteile von Glencore. Bei Ankündigung der Fusion im Februar waren noch 2,8 Glencore-Anteile vereinbart gewesen.

stk/AFP/Reuters

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