Discounter Aldi hübscht britische Filialen auf

Aldi versucht, aus dem Brexit-Votum der Briten Kapital zu schlagen: Der Discounter investiert auf der Insel 345 Millionen Euro. Die Läden sollen damit schicker werden und mehr Kunden der Platzhirsche abwerben.

Aldi-Markt in London
REUTERS

Aldi-Markt in London


Mit Investitionen über umgerechnet 345 Millionen Euro will Aldi seine Filialen in Großbritannien aufpolieren. Ziel ist es, in dem von erbitterten Preiskämpfen geprägten Markt mehr Kunden anzulocken.

Mit der Investition will Aldi weg vom Billig-Flair seiner Märkte und die Palette an Premiumprodukten wie frischem Fleisch und Fisch sowie Bier und Wein hochwertiger präsentieren und erweitern.

Aldi kündigt die Investitionen gut drei Monate nach dem Brexit-Votum an. Seitdem denken viele britische Unternehmen über den Wechsel ins Ausland nach. Einer aktuellen Umfrage zufolge erwägen gut drei Viertel der britischen Firmenchefs die Verlagerung von Geschäftsteilen ins Ausland.

Aldi bekräftigte zudem sein Vorhaben, bis 2022 rund 1200 Supermärkte in Großbritannien zu betreiben. Derzeit sind es rund 785 in Großbritannien und Irland. Aldi und Konkurrent Lidl haben den britischen Markt aufgerollt. Sie verzeichnen rasante Wachstumsraten und setzen damit den Platzhirschen Tesco und Sainsbury's zu.

Im vergangenen Jahr steigerte Aldi den Umsatz in Großbritannien um zwölf Prozent auf 7,7 Milliarden britische Pfund. Preiskämpfe drückten allerdings die Erträge. Der operative Gewinn schrumpfte auf 256 Millionen von 260 Millionen Pfund im Vorjahr.

Marktforscher wie das Unternehmen Kantar sind überzeugt, dass die Discounter mit ihrem Niedrigpreisangebot von dem Brexit-Votum und seinen Folgen überproportional profitieren werden.

msc/dpa/Reuters



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Flari 26.09.2016
1. Only Brexit forever...
Das war schon klar, als Aldi den ersten Fernsehspot sendete, den ersten Ladeanschluss für Akkuautos bereitstellte und lt. Filialübersicht selbst in Bielefeld eine Filiale mit Parkplatz und Frischprodukten errichtete. Letzteres fand natürlich schon vor dem Brexit statt, aber jedem denkenden Mensch war damit klar, dass es eine Brexitabstimmung geben würde und Aldi schon das Ergebnis kannte. Es ist ein grosser Irrtum zu glauben, dass auf der Welt etwas ohne Grund passiert, und für die letzten und kommenden Jahre kann das ausschliesslich der Brexit sein.
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