Müllvermeidung Aldi verbannt Plastiktüten - Papiertüten aber auch

Immer Lidl hinterher: Nach dem Discounter-Konkurrenten hat nun auch Aldi angekündigt, bald auf dünne Plastiktüten zu verzichten. Auch Papier sei keine Alternative.

Aldi-Tüten
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Nach mehreren anderen Supermärkten will auch der Discounter Aldi künftig auf die bislang weit verbreiteten, dünnen Plastiktüten verzichten. Bis Ende kommenden Jahres solle die Umstellung in allen Märkten von Aldi Nord und Aldi Süd abgeschlossen sein. An den Kassen sollen dann künftig ausschließlich Mehrwegtragetaschen aus stabilerem Kunststoff angeboten werden.

Dabei wolle man nicht nur die dünne Plastiktüte abschaffen, sondern auch die Papiertüte, erklärte eine Sprecherin von Aldi Süd am Montag. Bei Aldi Süd war die Papiertüte bislang in den frisch renovierten Filialen eingeführt worden.

Hintergrund seien ökologische Bedenken, da auch die Herstellung einer Papiertüte viel Energie und Wasser verbrauche und die Tasche wegen der geringeren Haltbarkeit keine nachhaltige Alternative sei, teilte Aldi Süd-Manager Philipp Skorning mit. Während der Umstellungsphase will Aldi seine Einwegtüten nun teurer für 20 Cent verkaufen. Es sei geplant, das Geld für Umweltprojekte einzusetzen.

Mehrere Läden haben bereits einfache Plastiktüten abgeschafft - etwa die Lebensmittelhändler Rewe, Real und Lidl. Viele Händler haben sich auch in einer Selbstverpflichtung bereit erklärt, Plastiktüten nicht mehr kostenlos anzubieten. Das soll Deutschland helfen, eine EU-Richtlinie umzusetzen, die den jährlichen Verbrauch von Kunststofftragetaschen bis Ende 2025 auf höchstens 40 Tüten pro Einwohner senken soll.



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